Der grüne Canvas Shopper

Canvas Tasche Version 3
Eine grüne Umhängetasche aus Canvas Stoff, die ich in 2021 genäht hatte. Wie es dazu kam, lest ihr im folgenden Blogbeitrag…

Vor einigen Jahren fand sich eine Einkaufstasche von Alnatura in diesem Haushalt ein (siehe unten). Eine von diesen Taschen mit nur einem Gurt, die man sich entweder über die Schulter oder quer über den Körper hängen kann. Ich mag das Design und die praktische Stabilität dieser festen Tasche gegenüber den sonst üblichen Stoffbeuteln. An den meisten Stoffbeuteln stört mich nämlich auch, dass sie viel zu kurze Riemen haben und sie dadurch bei größeren Menschen (wie ich es bin) nicht unter der Schulter getragen werden können.

In Kenia hatte ich mal als Jugendlicher bei Atul’s Shop in der Biashara Street einen Boxsack in Auftrag gegeben. Unwissend, dass diese Säcke eigentlich eher schmal sind und nicht unbedingt mit einer Decke gefüllt werden sollen, hob ich bei der Frage nach dem Durchmesser meine beiden Arme, bildete einen Kreis und das wurde dann als Maßstab genommen. Als Stoff verwendete ich den in Kenia üblichen grünen Canvas-Stoff*, der dort vor allem für Safari-Zelte, Klappstühle und Autositz-Schonbezüge verwendet wird. “Atul’s” ist ein Geschäft, das vor allem für diese Sonderanfertigungen sowie Kikois und Kangas bekannt ist. Zu dem in Kenia allgegenwärtigen Stoff habe ich daher eine besondere Beziehung, er verfolgt und begleitet mich seitdem – und das immerhin schon fast 30 Jahre lang.

Die Reste des Boxsacks und man kann den ursprünglichen Durchmesser erahnen.

Den Boxsack bekam ich also damals angefertigt und versuchte ihn zu füllen, er war natürlich viel zu groß dimensioniert und so bewahrte ich ihn jahrelang auf, bis bei mir diese Nähphase anfing und ich Dinge aus dem Stoff nähen wollte. In der Anfangsphase waren das nur Reparaturen der durchgescheuerten Sitzbezüge der Safaristühle, später kamen kleine Geldbörsen hinzu. Oft verwendete ich ihn auch nur als Trägermaterial für den blauen Brokatstoff, einem alten Ballkleid meiner Hamburger Oma. Mein derzeitiges Kartenetui / Portemonnaie besteht aus genau diesem grünen Stoff – dem alten Boxsack – und ist seit Jahren treu im Einsatz.

Etuis mit Brokat-Stoff
Zwei Etuis aus Brokat, der teilweise auf grünen Canvas als Trägermaterial geklebt wurde.

Der erste Anlauf

Den Alnatura-Beutel fand ich also gut, wollte ihn aber in meiner Version haben und das heißt bei mir: Aus eben diesem grünen Canvas-Stoff. Gedacht, getan. Die günstige W6-Nähmaschine (ich habe die N 1800) eingeschaltet und praktisch wenig Erfahrung mit dem Nähen an der Nähmaschine, aber man wächst ja mit den Aufgaben und es gibt diverse YouTube-Videos, in denen sogar der Verkäufer höchstpersönlich eine erste Einweisung in die Bedienung der Maschine vermittelt. Die Nähmaschine war eine sinnvolle Investition in diesem Haushalt und kommt seitdem übrigens regelmäßig zum Einsatz.

Diesen Beutel habe ich dann tatsächlich drei Jahre lang zum Einkaufen verwendet, er ist immer noch gut erhalten und kann vor allem praktisch zusammengerollt werden.

Beutel eingerollt
der eingerollte, erste Beutel (nach 5 Jahren)
selbstgenähter Stoffbeutel
Der erste Beutel mit eckigem Boden (hier aufgeklappt) und verstärktem (rutschfesterem) Schultergurt.

Der zweite Anlauf

Der starre (inzwischen verstärkte) Riemen ist für mich aber noch nicht optimal, also überlegte ich mir eine weitere Version mit verstellbarem, drehbarem Gurt, so dass die Tasche besser am Körper anliegt. Das ist nämlich auch der Hauptvorteil dieser Konstruktion: Im leeren Zustand schmiegt sich die Tasche der Körperseite an (über der Schulter oder quer über den Körper getragen), im vollen Zustand steht er trotzdem nicht ab. Ich liebe diesen Beutel wirklich sehr und nutze ihn immer wieder gerne zum Einkaufen. Habe ihn jetzt ca. 2 Jahre im Einsatz und kann diese Bauweise nur sehr empfehlen.

Zweiter Beutel
mein aktueller Beutel in der zweiten Auflage
mein aktueller Beutel in der zweiten Auflage, flach auf dem Tisch liegend
Hier am Beispiel des Sofakissens, das meinen Körper darstellen soll: Der Beutel schmiegt sich an den Körper an.

Auf dem letzten Bild hier auch etwas erkennbar, dass ich bei dieser Version die seitlichen Riemen etwas tiefer angesetzt hatte. Das hat den Vorteil, dass der obere Rand etwas umknicken und den Tascheninhalt vor Regen schützen kann. Sozusagen ein Klapprand, der durch die Belastung an der Seite erzeugt wird. In dieser zweiten Version auch ohne eckigen Boden. Es passt trotzdem sehr viel rein. UND! Diese Tasche kann man quer auch bequem auf dem Fahrrad tragen. Der gutmütig fallende, stabile Canvas-Stoff in Kombination mit der Gewichtsverteilung macht aus der Tasche auch eine ideale Einkaufstasche.

Zum Vergleich: Die VAUDE Aqua Back Gepäckträgertasche ist auch schön leicht und lässt sich gut am Fahrrad montieren, aber bei ihr sind die seitlichen Ösen für den großen Riemen viel zu tief angesetzt. Dadurch ist die VAUDE Fahrradtasche je nach Befüllung und Schwerpunktverteilung zu kopflastig. Das kann hier mit dieser Einkaufstasche nicht so schnell passieren, und trotzdem haben beide ein ähnliches Fassungsvolumen.

Der dritte Anlauf

Vor genau einem Jahr dann kam eine gute Freundin in die Stadt, die sich ähnlich fürs #Carryology-Taschenthema interessiert und ohne irgendwelche Dogmen instinktiv weiß, wie wichtig und praktisch ein einigermaßen gut durchdachtes Design ist. Sie kam hier mit ihrem kleinen Eastpak-Trolley an, den ich natürlich ob seiner olivgrünen Farbe sofort gut fand und weil ich mich ja in der Vergangenheit schon öfter mit den Eastpak-Trolleys beschäftigt hatte. Jedenfalls balancierte sie dort auf diesem Rollköfferchen ihre große Handtasche, und die fiel beim Ziehen ständig herunter. In dem Moment addierte sich in meinem Kopf meine grüne Tasche mit der „Aufstecklasche” einer Laptoptasche für Trolleys und sofort war der Wunsch geboren, sie mit so einer grünen Canvas Tasche mit seitlich angebrachter Stecklasche zu beglücken. Natürlich auch in der von ihr gewünschten Farbkombination bei den Riemen, denn da hatte ich von pink zu schwarz mittlerweile eine ganze Sammlung eingekauft und konnte mich selber nicht entscheiden.

Der Künstler versieht sein Werk natürlich mit eigenem Label, und so wurde hier ein gebrauchter Versandkarton zerschnitten und wiederverwendet. Bei dieser Version der Tasche floss die Näherfahrung aus den ersten beiden Versionen ein, d.h., die Nähte sind noch lange nicht perfekt, aber sie sind schon wesentlich ansehnlicher und auch die Befestigung der Gurte ist noch etwas langlebiger und sauberer.

Aber selbst diese Tasche ist noch nicht perfekt. Zwar hatte ich wohl bei der Bemaßung genau die richtige Länge bei den Griffen getroffen, aber der Schultergurt ist der Benutzerin mit den 4cm Breite noch zu breit und so erstellte ich ihr dann noch einen mit 2cm Breite. Aber selbst der ist ihr noch zu breit. Wobei das auch genau einen Vorteil der Tasche unterstreicht: Die Gurte in den verschiedenen Breiten sind recht schnell erstellt und jederzeit auswechselbar. Ebenso könnte die Tasche über einen Druckknopf noch verschließbar gemacht werden (z.B. mit Magnetverschluss) und auf der Innenseite über eine oder mehrere Innentaschen verfügen.

Ich habe mir daher letztes Jahr nochmal neuen Stoff organisiert, weil mein alter grüner Canvas leider alle und ein weiterer aus den letzten Jahren auch nicht mehr lieferbar ist. Dieses Mal auch in zwei verschiedenen schwarzen Farbtönen. Alleine, der Esstisch (= Arbeitstisch) war in den letzten Monaten mit anderem Kram blockiert und mir fehlte etwas die Muße. Trotzdem wollte ich diesen Zwischenstand mal verschriftlichen, weil ich schon etwas stolz über dieses Taschenmodell bin, das ich ja sehr nach Augenmaß und keineswegs nach irgendeiner Vorlage zusammengenäht hatte. Auch möchte ich nochmal lernen, die Ränder zukünftig besser zu versäubern. Bisher hatte ich eine Zickzack-Naht gesetzt und den Rand nach innen umgeklappt, aber das trägt natürlich etwas auf und ist noch nicht optimal. Einige Nähte sind mit der Hand gesetzt worden, weil mir Nähen unheimlich viel Spaß macht und es den Geist entspannt.

Der Testnutzerin vielen Dank an dieser Stelle für das detaillierte Feedback und jetzt werde ich in den nächsten Wochen wohl mal wieder an einer weiteren Iteration dieses Canvas Shoppers arbeiten.

*Canvas aus Kenia: Der grüne Zeltstoff aus Kenia wird von den Malern dort auch oft als Leinwand verwendet. Ich habe hier mehrere Bilder von kenianischen Künstlern aus den 1990er Jahren, die ihre Rahmen nicht richtig verstärkt hatten, so dass sich die Rahmen im Laufe der Jahre verzogen haben. Mit der Folge, dass die Farben teilweise brüchig und schepp geworden sind. Aber so war das damals, da nahm man was man kriegen konnte.

Update Mai 2022

Wie oben bereits erwähnt, hatte ich dann Anfang Mai in einem kreativen Moment eine neue Variante genäht, dieses Mal aus schwarzem Stoff mit leichter Gummierung auf der Innnenseite. Ein anderes Material und mit anfangs dem falschen Garn in der Nähmaschine, aber am Ende wurde es dann doch noch einigermaßen brauchbar. Und die Trägerin hat es sehr gefreut! Die Tasche ist nämlich richtig voluminös und eignet sich auch zum Transport von Schallplatten. Mindestens 20 Stück passen da auf einmal rein. Und dazu gab es noch zwei Gurte in zwei verschiedenen Breiten (2,5 und 4 cm Breite).

Leider ist vom schwarzen Stoff nichts mehr übrig geblieben und ich hatte die Tasche auch zu sehr nach Augenmaß geschneidert. Sie müsste noch etwas kürzer und schmaler sein und evtl. auch noch Klettverschlüsse oder Knöpfe am Boden haben, damit man sie enger machen kann und sie (aufgrund des flachen Bodens) nicht vom Körper absteht.

The dead shoe: New Balance 990v4

Made in what?

Just prior to writing this blog post, I realized that New Balance released a new version of their “dad shoe”, the New Balance 990. The latest is version 5, but mine are v4 and cost around 180 EUR when I bought them three years ago. Little did I know that these would be the WORST pair of shoes I have ever bought. Continue reading “The dead shoe: New Balance 990v4”

Lamy aion

Ein Gutschein für einen Kauf bei Amazon bewog mich dieser Tage zum Kauf eines neuen Füllers. Damit fängt es eigentlich schon an, weil man Füller eigentlich nicht im Versandhandel kauft. Heutzutage schreibe ich immer weniger mit der Hand – die normale Kommunikation erfolgt überwiegend digital – da macht es Sinn, die wenigen Dinge mit Tinte aufzuschreiben. Mit Kugelschreibern schreibe ich nicht so gerne, und viele modernen Tintenroller kratzen mir auch zu sehr (bis auf diese empfehlenswerte Ausnahme). Bei den Kugelschreibern hatte ich als Kind schon immer Geräte von Lamy (mit M16-Mine) und sogar einen Fisher SpacePen, weil mein Vater einen Tick hatte und sich regelmäßig in einem Schreibwarengeschäft irgendwelche Stifte kaufen musste. Nachdem hier die Mitbewohnerin mit ihrem Handlettering angefangen hat und ich diese Brush Pens von Tombow kennengelernt habe, kann ich das alles auch besser verstehen. Vor allem aber seitdem ich aus dem Nachlass meines Vaters zwei alte Lamy-Füller (Lamy 2000 und Lamy Profil) mitgenommen und wieder instandgesetzt habe, kann ich diese ganze Faszination rund ums Füllerthema online sowie offline einigermaßen nachvollziehen.

Die tägliche Füllerauswahl

Continue reading “Lamy aion”

The Leatherman sheath mod, part 2

I didn’t know if I should blog the following – because stuff like this is usually shared on internet forums, but since I’d been writing about this before – and not only once – I thought about sharing it with you on my blog. Besides, I don’t do forums for various reasons.

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the stupid Leatherman sheath

Some month ago, I bought a Leatherman Charge TTi multitool which came with a very bad leather sheath. The famous inventor of multitools once produced very fine leather sheaths, like the beautiful brown one that came with my first Leatherman Wave in 2003. But for some stupid and unknown (marketing?) reasons, their current sheaths (since 2004, actually) are either bulky, ugly or too stiff – and also do not really offer the space required for a Leatherman Charge TTi (or Wave 2004) and its bitholder. Everything fits inside but it takes a lot of force to pull the bitholder out. There’s a hole at the bottom of the sheath which is supposed to be good + so that you can rest the opened tool inside the sheath. I’ve never used this though, and also don’t like it that much.

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SCHRADE TOOL, nylon alternative sheath (good, used this all the time)

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Leatherman Charge TTI within the Leatherman Wave (I) sheath from 2003.
Tool fits, but + bitholder doesn’t :-(

I may not be the only one with this problem, and have in the past used a variety of other sheaths to tackle this problem (tool & bitholder in one place, see SCHRADE TOOL nylon sheath pictured above). There seems to be a market for customized solutions, and while I am sure I could easily get a modified sheath in the US or even Kenya, I just couldn’t find a good sheath in Germany (locally or imported), so I had to make my own. This time I wanted to make a sheath out of leather.

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Bought this one (Victorinox L sheath) from eBay which unfortunately is too short.

Now, I don’t know much about leather and do not even own many leather products. Shoes, belts and a pouch/sheath (made from artificial leather) that came shipped with my phone. But still, there’s some sort of magic to this material that will make you want to create something out of it. I was told that my great great great grandparents once owned a tannery, so maybe it’s somewhere in the genes. Sijui.

First step was to surf around and check various online resources for inspirations. I actually already knew what I wanted to build – my first Leatherman Wave sheath from 2003 had set the standard for me. I wanted something like this…. but only bigger.

Next step: leather. Found a very nice & cheap offer for leather stripes (2-3 mm thickness) on eBay, which was exactly what I was looking for.

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Ok, now how do I get this material into shape? Does it really require to be formed into shape? And when does this need to be done? Prior to or after sewing the parts together?

Sometimes you just have to do things your way. If it feels right, do it. So i dampened the leather, sealed the knife and bitholer in a plastic bag and placed it inside the leather which I then pressed into shape. Placed all of it on the heating in the bathroom and waited for it to dry up. Oh, and I used a stapler to hold it all together.

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Next morning: leather is dried up and in shape. Great!

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Next step: holes. Lots of them. I think there’s a wheel to mark the correct pitch between the holes, but since I do not own such an advanced tool, I just marked everything by rule of thumb and punched holes with an awl.

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front

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back

After the first stitches with special leather yarn, I realized that the one I used is too thin (2x, left), so I went for the only thicker one I had (3x, right).

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I may not be a professional and my seams may show that I am a bloody beginner, but at least I am using two needles.

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stitching on the left: too thin

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both sides

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next up: the main seam

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big & small, wondering about the design

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slowly getting there

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Almost done. The white package contains the Leatherman Charge TTi + the bitholder.

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I then dampened the leather again and used the wodden knob to flatten the edges of the leather. Again, I am no expert and maybe there’s a proper way for doing this, but I just looked at the old sheath and realized it had to work out somehow. Well, it did. Edges are smoothened now and quite shiny. Nice!

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new sheath

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new and old sheath

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The complete collection: opened and closed.

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You may note the nylon sheaths. These are also fine but (except for the SCHRADE TOOL sheath) only accommodate the tool itself, not the bitholder. Again, I don’t know why Leatherman does not produce proper sheaths. Something like the dark brown sheath (which imo is the best) from 2003, but bigger. You will also notice my beginner’s style and how dumb my own sheaths (noticed the blue one? :-) actually look when compared to the professional solutions.

One possible solution would probably have been to further apply some wax on the new sheath and darken it. Well, I polished it with some special leather wax, but also applied this dark brown (imo a bit too dark, damn..) leather colour onto it. Looks ok, but I also know what to improve on next time. Ah well… as long as it works it is ok. I really wish someone would seriously teach me a few tricks though, like how to get straight seams. For this, however, I would probably also require a table for my tools and a bench vice.

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Working with leather is a fascinating experience!

(Wenn ich nochmal 20 wäre, würde ich mich nach einer Lehre als Sattler/Feintäschner/etc. umschauen. Bin ich aber nicht mehr und habe auch schon eine Lehre hinter mir, das reicht. Als Abendkurs in der VHS wäre eine Fortbildung in Lederarbeiten aber sehr interessant – auch wenn ich im Moment keinen weiteren Einsatzzweck für Lederprodukte habe. Nach dieser Arbeit kann ich aber sehr gut verstehen, wieso es anscheinend ziemlich viele Leute da draußen gibt, die in ihrer Freizeit Leder punzieren (= mitm Hammer Muster ins Leder treiben) und/oder ihren Indianer/Rocker/SM/whatever-Trieb damit ausleben. Is aber alles nich so mein Ding, will ja nur ein passendes Lederetui für meinen Leatherman haben. Ich vermute übrigens, dass man durch versenkte Nähte (Rille ins Leder treiben) und den Einsatz von Stecheisen schon geradere Nähte hinbekommen würde, aber das hebe ich mir fürs nächste Mal auf. Das nächste Produkt aus den verbliebenen Lederresten werde ich aber nicht mehr anmalen, oder zumindest nicht mit so einer dunklen Farbe, auch wenn das jetzt nur auf den Bildern im Blitzlicht so schlimm ausschaut..).

Sudare

“…the sudare is the thing handed down from their ancestor.” (src)

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Found this nice quote on a website run by an artisan who crafts and repairs Sudare – Japanese screens. The same artist goes on explaining that:

“…the sudare is basically made from bamboo, but it can also be made from 3 to 4 other types of materials. The word “sudare” is characterized in Kanji by the combination of 2 kanjis: one meaning bamboo and the other meaning “in row.” So “sudare” means “lined-up bamboo.” Well actually, if we break the word “sudare” down, “su” stands for “lined-up bamboo,” and “dare” means “hanging down” because you hang sudare down from the ceiling when you use them. “

And that’s exactly what I am going to do with these screens: hang them up in our living room (in front of the window).

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The interesting story and my reason for sharing this is that my parents found them on top of a rubbish container near our house in Tokyo some…30? years ago. An older house in the neighbourhood had been demolished and careless workers threw them away, so the Sudare(s) were free to be picked up.

There’s something about modern Japanese culture and how it conflicts with old traditions that would certainly make up for a lot of interesting blog posts. Fortunately, there are a lot of Japan-related blogs out there that cover exactly this transition between the old and the new worlds.

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These sudare may look a bit worn out now, also because they were kept in a very moisture basement over the last 5 years, but the bamboo material is still in great shape and 100% ok. The build quality of these Japanese sudare is just amazing – even though they may be about 80+ yrs old!

I will buy some golden tape to repair the seam at the sides.