alles Sondermüll

vlcsnap-1088816

Eine sehr gute Dokumentation von Kathrin Latsch namens “Die grüne Revolution” über Braungart/McDonough, den Stoffkreislauf für technologische und biologische Nährstoffe und mit jeder Menge guter Praxisbeispiele – die vom NDR leider auf den unmöglichsten Sendeplatz überhaupt gesetzt wurde: in der Nacht vom Montag auf Dienstag, 15.-16.12, morgens um 3:40 Uhr.

Michael Braungart wies uns letztens auf den Sendetermin hin, also schnell den Online Videorekorder programmiert und schwupps ist die Sendung auf dem eigenen Rechner. Wer eine Kopie der Dokumentation für den Privatgebrauch haben möchte – bitte bei mir melden. Sind 460 MB, DiVX-Qualität.

Was Ihr auf dem Screenshot seht, stellt den Windelbedarf eines Kindes während des ersten Lebensjahres dar. 1800 Stück. Wären die Windeln alle biologisch abbaubar, würden sie später nicht als Sondermüll enden. Braungart sagt in der Dokumentation u.a., dass das Feuchtigkeitsbindemittel in den Windeln beispielsweise auch zur Begrünung von Wüsten in Spanien eingesetzt werden könnte.

Unter anderem erwähnt er auch, dass 2/3 des Kohlstenstoffs in den Böden vorhanden ist – und weißt damit auf das Problem des Humusverbrauchs hin. Brennstoffe aus Biomasse? Gerne, aber nur dann wenn für die Anpflanzung von Zuckerrohr – aus dem in Brasilien u.a. Bioethanole hergestellt werden – keine Wälder gerodet werden. So gesehen ist der ecosan Ansatz das fehlende Glied in der Nährstoffkette – Fäkalien und Urin werden entweder getrennt gesammelt und kompostiert bzw. als Dünger eingesetzt, oder zur Gewinnung von Biogas vergoren und danach vererdet.

Vor allem aber wird auch in dieser Dokumentation (siehe die andere aus den Niederlanden) deutlich, dass Umweltschutz und gutes Wirtschaften sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern gut ergänzen können. Genau diesen Ansatz verfolge ich auch mit meiner Diplomarbeit zum Thema “sanitation as a business” – gute Sanitärversorgung bringt wirtschaftlichen Mehrwert und eben nicht nur mehr Würde. Alleine schon aus volkswirtschaftlicher Sicht ist eine durchdachte Sanitärversorgung (nicht -entsorgung!) förderlich – man denke an all die Menschen, die aufgrund von Krankheiten (hervorgerufen durch mangelnde Hygiene, Toiletten, etc.) nicht am Arbeitsleben teilnehmen können. Dies betrifft alle Menschen auf diesem Planeten.

Unser kleiner Studienstandort Suderburg wird in der Dokumentation übrigens auch erwähnt. Und auch hier zeigt sich, dass Suderburg eben nicht nur im Wasserbau einen guten Ruf hat, sondern auch durch Experten wie Braungart überregional bekannt gemacht wird. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kollegen vor Ort die Chance nutzen und ihr Studienangebot dementsprechend anpassen.

sanitäre Grundversorgung im Bundestag

Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,

2. dafür zu werben, dass in der internationalen Zusammenarbeit zukünftige Trinkwasserprojekte immer eine Sanitärkomponente enthalten;

4. dazu beizutragen, dass die lokale Bevölkerung in Angelegenheiten der sanitären Grundversorung und Trinkwasserversorgung angemessen informiert und beteiligt wird;

5. eine Strategie vorzulegen, wie die Kompetenzen deutscher Unternehmen…….im Bereich der Sanitärversorung stärker genutzt werden können….

14. den Ecosan-Ansatz auch bei internationalen Organisationen wie der FAO und regionalen Entwicklungsbanken bekannt zu machen und seine Anwendung einzufordern;

Na, das liest man doch gerne.

Gefunden in der Drucksache 16/11204, einem Antrag (vom 03.12.08) verschiedener MdBs um die sanitäre Grundversorung international zu verbessern.

Eigentlich erschreckend, dass hierfür eine Große Anfrage nötig war, um die Aufmerksamkeit der Bundesregierung auf dieses wichtige Thema zu lenken.

Afrika BarCamp in Wien im Januar 09

Eben via ICT4D feed entdeckt: AfrikaCamp Wien Jaenner 2009

Wieso ich das gut finde?

  • Follow-up zum BarCampAfrica in Mountain View
  • Afrika muss imho viel mehr in den Fokus des europäischen Bewusstseins gerückt werden (gibt es so etwas überhaupt? Jedenfalls: Afrika + Europa = imho gemeinsame Zukunft)
  • Ich war noch nie in Wien und würde dann gerne auch Afrah und Garen besuchen.
  • BarCamps = lohnen sich fast immer in vielerlei Hinsicht
  • ich könnte einen Vortrag über Afrigadget.com & Ushahidi.com halten
  • idealer Grund um endlich mal wieder Zeit in afritwit.com zu investieren (Pool von afrikanischen Twitterbenutzern bzw. solchen die einen Bezug zu “Afrika” haben)

Wer kommt mit?

Volkseigentum

14112008146b

entdeckt @ Post, Postbankfiliale Goetheplatz, Frankfurt am Main.

Streetart ist auch eine sehr charmante Form der Kunst. :-)

(to my English readers: that’s a “public property” streetart sticker on the entrance door to a Deutsche Post branch – right in the middle of Frankfurt downtown, the capital of money in Germany, in direct neighbourhood to all major banks in town + ex-Lehman Brothers building – friggin hilarious! :-)

Datenrettung

Nachdem mir gestern der Inhalt einer 30 GB Partition auf einer älteren, externen Festplatte – einfach mal eben so – ins Datennirwana aberauscht ist, kann ich jetzt für WinXP ein gutes Datenrettungsprogramm empfehlen, das wirklich hilft:? GetDataBack von Runtime Software, dass es jeweils in einer FAT und NTFS Version gibt.

Auf der 60 GB Festplatte hatte ich seit ca. einem Jahr diverse Publikationen aus dem Bereich Water & Sanitation ausgelagert, größtenteils also PDFs und Office Dateien sowie ein paar Videos, die man zwar zu 70% wiederbeschaffen könnte (= von CDs zusammenkopieren und ausm Inet herunterladen), was aber auch viel Arbeit bedeuten würde.

Leider hatte ich die Festplatte in einem billigen USB Gehäuse untergebracht, dass ich vor ca. drei Jahren bei eBay gleich 2x erstanden hatte und dessen Fehlfunktion ich immer auf einen defekten Controller in meinem alten Rechner geschoben hatte. Jedenfalls scheint da bei einem Schreibvorgang die Stromzufuhr unterbrochen worden zu sein, so dass das “Inhaltsverzeichnis” der Festplatte nicht mehr neu geschrieben worden konnte.

Für Laien: Wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit, hat auch eine Festplatte ein Art Inhaltsverzeichnis, in dem genau steht, an welcher Stelle die jeweilige Information zu finden ist. Wenn man dieses Inhaltsverzeichnis herausreißt, findet man die gewünschte Information nur noch dann, wenn man das Buch Seite für Seite durchliest und ein neues Inhaltsverzeichnis anlegt.

Ein Datenrettungsprogramm muss also in der Lage sein, trotz aller Vorgaben stur die Festplatte abzugrasen und passiv auszulesen, was dort steht. Genau das schafft dieses GetDataBack.

Nachdem ich nämlich fünf verschiedene Programme ausprobiert und schon fast aufgegeben hatte und GetDataBack erst gar nicht starten wollte (defekter Bootsektor auf der Festplatte), hatte ich es dann später doch nochmal versucht und GetDataBack tatsächlich dazu überreden können, die Festplatte abzugrasen. Nach ca. 3-4 Stunden war es dann soweit – es wurden die alten Daten angezeigt, die man sich dann über einen Viewer anschauen konnte. Leider werden Doc Dateien dabei verfälscht angezeigt? – erst nach der (kostenpflichtigen!) Wiederherstellung sahen die meisten (nicht alle) Dateien wieder normal aus.

Vorteil also: es funktioniert tatsächlich, wenn auch nur zu ca. 95% (bei mir zumindest);

Nachteil: GetDataBack ist richtig teuer und die Vorschau auf die rekonstruierten Daten hatte mich eher abgeschreckt. Die Datenrettung kostet dabei mehr als eine Festplatte – eine professionelle Datenrettung jedoch mind. 10x so viel.

Schön wäre es, so ein Programm auch noch als Freeware und für Linux Distributionen zu bekommen. TestDisk ist auch nett, aber hatte mir leider nix gebracht.

Mit einem der diversen Datenschreddertools habe ich es mir danach nicht nehmen lassen, die alte Festplatte komplett mit “Yesu ndiye mkombozi wa maisha yangu” zu überschreiben (statt Nullen und Einsen) – was als Kunst und dreifache Codierung zu verstehen ist (~ geheime Botschaft auf alten Festplatten versteckt, die für jeden einzelnen eine andere Bedeutung hat).

Falls hier jemand Ahnung von Filesystems hat, würde ich mich über eine Aufklärung darüber freuen, welches FS stabil ist und für sich selbst läuft, d.h., bei Verwendung auf externen Festplatten nicht so anfällig ist. Bisher hatte ich dafür immer Fat32 (wg parallel installiertem Ubuntu) verwendet und alle Partitionen (außer WinXP Boot Partition) über 32GB Größe (WinNt/2k/Xp Limit) mit GParted eingerichtet. Thx!

Blackberries

Talking about (urban) alottment gardens the other day, one of the advantages of living in downtown Frankfurt am Main is that there’s this special park in the neighbourhood which used to be a nursery a looooong time ago. After it had closed many years ago, the biggest part of the garden was turned into a public park, the other part into a *wilderness* with lots of small paths and a diverse flora & fauna.

In other words: there’s this public shamba next door that delivers free food for those who just don’t see a green wilderness but instead an ideal source of natural ingredients for the afternoon tea healthy drinks!

Because just like Ishtar, I also prefer fresh food! :-)

10082008483

After picking a bag full of fresh blackberries, we decided to use half of them to create a milk-shake. And since I like to try out new stuff, I also added oats and some leaves of fresh lemon balm:

10082008495

Now, what do I do with the other half? A blackberry-pancake? Blackberry sorbet? Blackberry salad with lovage (from the garden)? Blackberry cake?

[edit: I eventually mixed the remaining blackberries with an apple, some milk (rice) pudding and some shots from a French & evil almond cognac.]

new German bridge blog

Wenn Du, lieber Leser, an dieser Stelle fünf deutschsprachige Blogs nennen solltest, die stellvertretend für die deutsche Blogosphäre stehen – welche würdest Du dann nennen?

Wenn Du, lieber Leser, in einem deutschsprachigen Blog interessante Nachrichten aus aller Welt lesen möchtest, die es sonst nicht durch den Filter der Redaktionen schaffen – welche Blogs würdest Du hierfür nennen?

Mein Kollege Christian Kreutz hat sich wohl letztens diese oder ähnliche Fragen gestellt und gemerkt, dass wir hierzulande noch viel zu wenige sog. “Bridge Blogs” haben.

Was ist ein Bridge Blog?

Ethan Zuckermann schrieb dazu passenderweise vor ca. einem Jahr in einem Artikel über GlobalVoices:

“A number of bridge bloggers were explicit about their desire to cross cultural barriers with their writing.”

Genau diese Aussage, die sich auf die ägyptische Blogosphäre bezog, zeigt eigentlich worum es beim BridgeBlogging geht: verschiedene Welten zu überbrücken.

Christians und Frederik Richters Antwort darauf ist DRAUSSEN: ein Blog über die “transnationale soziale Vernetzung” des Mediums Internet mit dem klaren Ziel, die Diskussionen außerhalb der deutschsprachigen Blogosphäre auch in deutscher Sprache verfügbar zu machen.

bridge

Jetzt ist es natürlich nicht so, dass es Versuche zu Bridge Blogs nicht schon geben würde. Viele Deutsche berichten aus dem Ausland in deutscher Sprache – vom einfachen Reiseblog bis zu Expatsblogs, in dem Expatriats über ihr Leben in der neuen Heimat berichten. Bei Robert Basic gab es sogar mal eine Diskussion über BridgeBlogs im Allgemein und wie man sich mit zB der frankophonen Blogosphäre verbinden könnte – die dann aber leider wieder im Sande verlaufen ist.

Ähnlich verhält es sich ja auch mit diesem Blog hier, in dem sich deutschsprachige und englischsprachige Beiträge abwechseln. Oftmals habe ich in der Vergangenheit versucht, verschiedene Welten so zu vermischen, wie sie sich auch in meinem Leben eine Rolle spielen.

So richtige Zusammenfassungen für deutschsprachige Leser habe ich aber erst bei der deutschen Version von GlobalVoices gesehen.

Eine ganz andere, ebenfalls wichtige Motivation für den Betrieb des DRAUSSEN blogs liegt sicherlich auch darin begründet, dass es nur wenige, qualitativ gute Blogs wie zB Netzpolik.org von Markus Beckedahl gibt, die eben nicht nur über coole Neuigkeiten aus den USA oder anderen Leitkulturen berichten. Jetzt rein inhaltlich betrachtet.

Bei all der Kritik an der deutschsprachigen Blogosphäre, die ja im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn eher zaghaft daherkommt und sich ihrer eigenen Idendität nicht so bewusst ist oder dafür gar einer Veranstaltung wie der re:publica bedarf, empfinde ich immer großes Unbehagen, ein zu schnelles Urteil zu präsentieren. So muss ich glaube ich auch lernen, nicht nur den eigentlichen Inhalt der Beiträge zu bewerten, sondern auch die dazugehörigen Kommentare. Immerhin lebt ein Blog auch von den Kommentaren. Nicht jeder Leser mit eigener Meinung hat die Zeit und Muse, nebenbei ein Blog zu betreiben. Und genau darum geht es auch in der Blogosphäre – um eine Diskussion anzuregen, die wir in ihrer Vielfalt hierzulande leider oft nur im Heise Forum & Co. lesen.

Insofern freut es mich sehr, dass es immer mehr gute Blogs gibt, die mitunter – und das ist für mich sehr wichtig – zu einem viel größeren Selbstverständnis des Instruments “Blog” beitragen.

Kubuntu & ich

Ich finde es erstaunlich, wie sehr ich mich in den letzten Tagen an Kubuntu (KDE) gewöhnt habe. Meinen zweiten Rechner im Büro (nen altes TOSHIBA Tecra S1) habe ich inzwischen auch schon mit Ubuntu (Gnome) ausgestattet, dort aber als Windows Install über Wubi.exe, einfach um nur mal zu sehen, wie das alternativ läuft.

Mein Rechner zu Hause (HP nx8220 laptop, 1,86 GHz Centrino, 2 GB RAM, 120GB HDD) ist mit WinXP & Kubuntu 8.04 bespielt, habe den Bildschirm letztens ein bißchen an mein WinXP feeling angepasst (mag es einfach + ohne Effekte), mit den Windows Schriftarten und der gleichen Tapete wie bei WinXP im Hintergrund.

Der Grundbedarf an Programmen entspricht ca. dem was ich unter WinXP mache, es ist alles dabei und was dann wirklich nicht verfügbar ist, läuft entweder unter Wine oder direkt unter XP.

Eben beim Schreiben dieser Zeilen dachte ich mir, nee, moment, stimmt das wirklich? Was ist mit Nemetschek (CAD), ArcView (GIS), Aquasys (Hydrologie)? Was ist mit diversen shareware Programmen wie zB PaintShopPro (welches ich seit Jahren zufrieden benutze einfach weil mir Photoshop immer zu umfangreich war)? Kann Gimp wirklich Photoshop & PSP ersetzen? Na klar! Und die spezielle Software gibt es auch für Linux Systeme – dann sogar meist kostenlos. Dies ist übrigens auch ein Grund, wieso ich mir die Tage selber auferlegt habe, bei Bildbearbeitungsaufgaben im Büro nur noch Gimp zu verwenden (vom Stick, portable Version). Mzeecedric macht es wohl ähnlich, oder?

Über den Wechsel von Windows zu einem Linux-basierten Betriebssystem gibt es tausende von interessanten Blogeinträgen – allein den Wechsel selber zu erfahren und einfach mal durchzuziehen, empfinde ich als eine gute Erfahrung, die man mal selber machen muss. Meine Zeitinvestition bisher bei den Einstellungen (wo kann ich was einstellen? wie hängt was zusammen? wo sind die Applikationen? etc.) beläuft sich auf ca. 8h.

Ein Beispiel: die “Installation” meines Yakumo DVB-T Quicksticks (nur digital, mit dem hybriden digitalen/analogen hatte ich auch schon diverse Probleme unter XP früher) zum Fernsehschauen auf dem Laptop hat innerhalb von 1 Minute geklappt. Nix Treiber extra installieren. Nur Me-TV über den Paketmanager herunterladen, starten, Stick wurde erkannt und innerhalb einer Minute waren alle Sender gefunden. Was will man mehr? Zum Vergleich: unter WinXP muss man erst die Treiber des baugleichen Freecom-Sticks installieren (bzw erstmal die Routine haben, dass Treiber von einer mitgelieferten CD eh nicht aktuell sind), dann idealerweise ProgDVB laden (shareware aus Russland) und hoffen, dass die Software wg der BDA-Treiber nicht abschmiert.

Es sind genau diese Kleinigkeiten, bei denen ich dann denke: klar, jetzt kann ich auch die Apple-User verstehen. Der Erfolg von Apple vor allem in den USA zeigt doch vor allem, dass die Benutzer ein funktionierendes System (gegenüber) der Vielfalt an Möglichkeiten vorziehen. Genau dieses “alles passt”-Gefühl habe ich jetzt unter Kubuntu.

Und dann wundere ich mich, wieso ich Bekannten und Verwandten in der Vergangenheit nicht doch zu Linux geraten habe. Für die meisten Zwecke (Internetsurfen, Office, Solitär spielen) ist Kubuntu völlig ausreichend und vor allem sicherer als dieses WinXP.

*Sicherer* bedeutet für mich, dass ich meiner Mum zB gerne einen 1GB USB Stick geben würde, den sie dann für ihre Arbeit als DaF-Lehrerin benutzen kann. Wenn ich ihr aber einen solchen Stick gebe, wird der mit ziemlicher Sicherheit innerhalb kürzester Zeit malware-versucht sein und ihr System infizieren. Ich wohne aber zu weit weg, um einfach mal vorbeizuschauen und Computerprobleme zu richten.
Wenn ich ihr System jetzt auf Kubuntu umstellen würde, könnte ich ihr guten Gewissens so einen Stick in die Hand drücken, da sich diese malware nicht auf dem Kubuntu System vervielfacht.
Nachteil jedoch: viele inkomatiblen Probe CDs aus dem Sprachunterricht würden uU nicht funktionieren weil die nur auf Windows ausgelegt sind.

Und das ist total ärgerlich, da meiner Meinung nach die Mehrheit der Computer-Gelegenheitsnutzer (aka Generation Golf, die als Singles am WE durch Singlebörsen surft) mit so einem System wie Kubuntu ideal bedient wäre. Wer von dieser Zielgruppe hat denn eigentlich seinen *Eigene Dateien* Ordner auf eine andere Partition (sofern vorhanden) ausgelagert oder gar gesichert? Eben.

Wenn man allerdings seit Jahren nur mit Windows arbeitet, die Jahre der HomeComputer (Atari, Amiga, C64) schon ein viertel Jahrhundert zurückliegen und man so in dieser Windows-Denkweise drinsteckt, ist ein Wechsel zu einem anderen Betriebssystem unheimlich schwer.

So beschränkt sich das bisher meist nur auf freaks bzw. auf diejenigen, die Zeit für eine Umstellung opfern und den Wechsel auch wirklich wollen.

Jedes Mal wenn ich unter Kubuntu arbeite, ärgere ich mich, dass ich vieles noch nicht verstanden habe und frage mich dann zB, wieso es “nicht so einfach wie bei WinXP” sein kann. Dabei ist es vielmehr die Gewohnheit, die mir WinXP vertrauter erscheinen lässt. Einfacher ist es dort nämlich auch nicht.

Ich bin gespannt, ob und wie sich meine Arbeit am Computer zukünftig von XP zu Kubuntu verlagern wird. Gerade hinsichtlich der Verbreitung von freier und offener Software (+ Betriebssysteme) und meinem an dieser Stelle oft geäußerten Wunsch, alle wichtigen Computersysteme in Kenia mögen doch bitte auf ein Betriebssystem wie Ubuntu umgestellt werden, empfinde ich es als sinnvolle Investition, sich rechtzeitig mit Alternativen vertraut zu machen.

(disclaimer: meine ersten aktiven Unix Berührungen machte ich 1996 an der FH FFM und war damals eher abgenervt, die ersten populären SuSe Distributionen waren auch nicht so der Hit. Mit Apple’s OS konnte ich mich ob der beschränkten Möglichkeiten nie anfreunden. Richtig Spaß (!) macht mir das alles erst seit Ubuntu 5.04.)

@Turbodave: habt Ihr bei der neuen Airline eigentlich auch Ubuntu-basierende Laptops? Du hattest ja imho schon mehrfach gewechselt zwischen den OS, jeweils mit gemischten Gefühlen…