Erlöse aus Flattr & Co. für das Kinderheim

Das Land Kenia in Ostafrika ist inoffiziellen Angaben zu Folge eines der reichsten Länder Afrikas. Nicht unbedingt wegen der eher bescheidenen Bodenschätze, den erfolgreichen Exportgütern wie Kaffee, Tee, Blumen oder dem Tourismus, sondern wohl vor allem weil es im Ausland so viele Kenianer gibt, die (oft am Fiskus vorbei) ihre Familien aus der Ferne finanziell unterstützen.

Jahrelange Korruption und Missbrauch von staatlicher Gewalt haben trotz einer erstarkenden Mittelklasse auch immer weiter dazu geführt, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer und deutlicher wird.

Gelder, die für den Aufbau des Landes gedacht waren, flossen in die falschen Taschen. Innenpolitische Machtkämpfe führen immer wieder zu Verlusten, vor allem bei der armen Bevölkerung.

Kenia ist ein wunderschönes Land voller innerer Spannungen und Gegensätze, es befindet sich im Aufbruch in eine neue Zeit, in der die selbstbewusste Jugend eigene Erfolge verbucht und – verführt von ausländischen Investoren aus China und Russland – ihr Anlagevermögen vermehrt.

Der Mobilfunksektor boomt mit seiner Vorreiterrolle – seit Mai 2010 gibt es in der Hauptstadt Nairobi einen eigenen Inkubator, der gleichzeitig als Treffpunkt aller IT-Spezialisten dient. Die Stadt Nairobi platzt irgendwie aus allen Nähten – was wenig verwundert, denn sie wurde nie auf die ständig wachsende Einwohnerzahl ausgelegt: einen aktuellen Masterplan zur Stadtentwicklung gibt es nicht.

Seine Entwicklung ist auch seiner geopolitischen Lage zu verdanken – Kenia gilt mit seinen Häfen und seiner internationalen Anbindung auch als wichtiges Zentrum internationaler Politik. Zwei UN Programme (UN-Habitat & UNEP) haben dort ihr Hauptquartier.

Bei dieser idealen Ausgangslage könnte man also davon ausgehen, dass Kenia wie jedes andere Land in der Lage sein sollte, seine internen Probleme selber zu regeln.

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Spendenwerbung mit afrikanischen Kindern, gerade zur Weihnachtszeit, war schon wiederholt Gegenstand der Diskussion in diesem Blog (hier, hier, hier, hier und hier).

Diese international als “poverty porn” bezeichnete Methode empfinde ich als falsch, da sie nur weiter das falsche Afrikabild nährt und dunkelhäutige Kinder visuell mit den Begriffen Armut, Elend und Hunger gleichstellt.

Wieso sehen wir bei den Spendenaktionen von UNICEF & Co. keine Bilder von – weißen – unterernährten & geschlagenen & zugedröhnten Kindern aus Moskau, die in der Kanalisation hausen? Oder von den vielen, täglich vernachlässigten armen Kindern in Deutschland?

Der Aufruf zum Spenden kommt für mich in der deutschen Gesellschaft oft einem modernen Ablasshandel gleich, zumindest wenn auf diese rhetorischen Mittel zurückgegriffen wird.

Dabei ist Spenden eine sehr feine Sache und sollte hierzulande viel selbstverständlicher werden! Mein Vater musste mit seinen Geschwistern nach dem 2. Weltkrieg auch monatelang “stoppeln” gehen, also die Früchte vom Feld auflesen (oder eben klauen), weil sie nichts zu Essen hatten. Ohne die gütliche Hilfe Anderer wären sie wohl damals nicht über die Runden gekommen und ich würde nicht diese Zeilen schreiben können. Folglich sind alle Menschen, die ohne eigenen Nutzen anderen Menschen helfen (gelebter Altruismus, sofern erwünscht), in meiner eigenen Wertschätzungsskala ganz weit oben. Die eigene Motivation (“ich mache das weil sonst keiner hilft”, “ich mache das damit ich mich besser fühle”, “ich spende weil es mir auch mal dreckig ging”, etc.) bleibt dabei jedem selber überlassen.

Im Folgenden möchte ich nach dieser Einleitung aber doch erwähnen, wieso ich trotz meiner Ablehnung des poverty porns, der vielen Nichtregierungsorganisationen in Kenia und der gegenwärtigen Übersättigung mit Spendenaktionen das folgende Projekt für sehr gut befunden habe und nach Möglichkeit aus der Ferne unterstütze:

The Nest Home

TheNestHome-screenshot
screenshot der The Nest Home Website

Das Nest Home “..ist ein Programm zur Prävention und zur Wiedereingliederung für Kinder in Not und deren inhaftierter Mütter in Kenia.”

“Programm” ist hier eigentlich eher der Übersetzung des englischen Begriffes zu schulden, denn es ist keineswegs ein staatliches Programm, sondern ein privates Hilfprojekt mit deutschem Trägerverein im Hintergrund und als eingetragene Stiftung in Kenia registriert.

Dass dieses Projekt überhaupt als Stiftung bzw. Nichtregierungsorganisation in Kenia anerkannt wurde, ist nur dem unermüdlichen Druck der Hauptverantwortlichen und Initiatorin des Projekts, Frau Irene Baumgartner, zu verdanken, die mit ihren Mitstreitern unentwegt, d.h. an 24h am Tag und fast 365 Tagen im Jahr für das Wohlergehen der Kinder sorgt. Da die Mitarbeiter des Nests zur Ablehnung jeglicher Korruption angehalten sind, dauern einige bürokratische Prozesse auf staatlicher Seite oft länger als eigentlich notwendig. Und das, obwohl der Sinn und Zweck dieses Kinder-aufname-heimes nur darin besteht, den in Haft befindlichen Müttern und gelegentlich auch den vielen (!!) Findelkindern eine liebevolle Unterkunft (eben “The Nest”) zu bieten. Es handelt sich um einen Dienst an der kenianischen Gesellschaft, die immer stärker mit offenen Armen bei diesem Projekt mithilft und seinen Wert erkannt hat. Umso erfreulicher ist es dann auch, wenn Adoptionen innerhalb Kenias – z.B. durch kinderlose kenianische Ehepaare – erfolgen können.

Das Nest Kinderheim mit seinen Häusern (mehr dazu auf der Homepage) ist für mich eine wirklich sehr gelungene Einrichtung, die es im Idealfall natürlich überhaupt nicht geben sollte. Es muss sie aber geben, weil es in einer Welt von Gewinnern auch ebenso viele Verlierer gibt, die in ihrer Not oft auf sich selbst gestellt sind. Hartz IV? Gibt es nicht in Kenia.

So zum Beispiel junge & alleinerziehende Mütter, die beim Handeln auf der Straße von der Polizei erwischt und aufgrund einer fehlenden (da teuren & aufwendigen) Geschäftslizenz / Geschäftsausstattung (z.B. kein Verkauf von Lebensmitteln ohne Schürze) eingesperrt wurden. Und die Kinder? Kommen mit ins Gefängnis. Oder verwahrlosen tagelang alleine im Wellblechverschlag, bis sie von den Nachbarn oder den Sozialarbeitern – die Füsse voller Würmer – ganz zufällig entdeckt werden. Es ist ein Teufelskreis, weil die Menschen teilweise aus Not, teilweise aus eigener Dummheit ins Gefängnis kommen und die Kinder darunter zu leiden haben.

Ebenso gibt es auch die traurige, aber wahre Geschichte des kleinen Jungen, der von seiner Mutter in die Toilette geworfen wurde, weil sie zu jung und unfähig war, für ihn zu sorgen. Was macht man in so einer Situation? Wie hilft man? Und ist es nicht ein Fass ohne Boden, wenn es in einer sich wandelnden Konsumgesellschaft immer mehr zur sozialen Verwahrlosung kommt? Wem hilft man? Und wem hilft man nicht?

In der Regel werden die Kinder für die Dauer der Inhaftierung der Mütter bzw. der Eltern aufgenommen und neuerdings auch schulisch ausgebildet. Im Anschluss daran gibt es eine Rehabilitierungsmöglichkeit für die jungen Mütter, wo sie in einer ruhigen Umgebung an der Ausbildung ihrer Fähigkeiten arbeiten können. Wenn das jemand als private Entwicklungshilfe (-zusammenarbeit) oder Diakonie bezeichnen möchte – so be it. Wichtig ist mir, dass sich jemand um all diese Menschen kümmert, ihnen Halt gibt (weil es sonst niemand tut) und dafür Unterstützung bekommt.

10 Minuten Video über das Nest Home in Limuru, Kenya

Die Website des The Nest Home in Limuru (Vorort von Nairobi) in Kenia läuft in einem Unterordner auf meinem Uhuru.de Server und ich unterstütze die Arbeit des Nests hier aus der Ferne über diese technische Seite. Manchmal schicke ich auch ein paar alte (aber noch funktionsfähige bzw. von mir reparierte) Handys zur Familie Baumgartner nach Nairobi, weil man in einem Land wie Kenia – trotz des Reichtums einiger Weniger! – auch diese Dinge gebrauchen bzw. verkaufen kann. Das ist nicht gerade viel und ich würde gerne mehr für das Nest machen: der Unterhalt des Kinderheimes verursacht jeden Monat hohe Kosten. Alleine schon die Krankenhauskosten für kranke Kinder sind so dermaßen hoch, dass man nur ganz direkt nach einem Zahlungserlass bitten kann und auch muss, weil es anders gar nicht zu stemmen wäre. Gesundheit kostet Geld – auch in Deutschland ist die soziale Absicherung für Menschen ohne Aufenthaltspapiere trotz des Grundrechts auf Gesundheit nicht viel besser.

Selber aktiv werden

Meine Motivation zur Hilfe ist nicht das Mitleid mit den tragischen Einzelschicksalen der Kinder – jeder hat seine eigene, oft traurige Geschichte – sondern weil ich diesen Kindern das Familienleben/Gruppenleben und die Geborgenheit ermöglichen möchte, die andere als selbstverständlich betrachten und die ihnen genauso zusteht. Im Gegensatz zu ihren Eltern rutschen sie meist unverschuldet in diese Situation und werden dann der Möglichkeiten beraubt, die ihnen den Rahmen für eine erfolgreiche Entwicklung bieten. Beim wem, wenn nicht bei den Kindern, sollte Hilfe ansetzen?

In der Vergangenheit gab es auch schon diverse Helfer aus Deutschland und den USA, die im Nest Home in Limuru ehrenamtlich ausgeholfen haben (alles selber bezahlt, kein warmes Wasser, etc.), oder aber eine Solaranlage oder ein tolles Kinderklettergerüst errichtet haben. Ohne diese Hilfe von Außen – von Ausländern, aber auch von Kenianern! – wäre das Nest Home Projekt sicherlich nicht zu dem geworden, was es jetzt ist.

Ich habe daher beschlossen, den Jahreserlös des erst vor Kurzem auf meinem Blog eingeführten “Flattr.com“-Buttons (bei dem sich registrierte Nutzer/Blogger gegenseitig Guthaben zuweisen können, d.h. man legt zu Monatsbeginn einen Betrag fest und dieser wird dann am Monatsende durch Anzahl der Klicks geteilt) an das Nest zu überweisen. Das ist jetzt nicht sonderlich viel (derzeit 1.31 EUR), weil die Flattr Funktion meiner Meinung nach vor allem in der deutschsprachigen Blogosphere bekannt ist, es den Flattr Dienst noch nicht so lange gibt, erst seit kurzem auf meinem Blog richtig aktiv ist (zwischenzeitlich deaktiviert) und weil mein Blog eher international erscheint & ich nur selten Beiträge auf Deutsch verfasse. Aber dennoch – vielleicht kommt ja so einiges zusammen. Selbstverständlich wird es zu dieser Aktion auch ein Update zur Schlussüberweisung geben.

Auf der Website des Nests war eigentlich auch mal ein Paypal Spendenbutton angedacht – viele Unterstützer des Nests wohnen zB. in den USA, für die die Bezahlung via Paypal bequemer wäre. Aufgrund administrativer Abläufe wie Schwierigkeiten beim Ausstellen einer Spendenquittung für Onlineüberweisungen wurde dies aber erstmal nicht umgesetzt. Ebenso haben wir (wir = die ehrenamtliche Verwalterin der Nest Home Website und ich) auf die üblichen Mittel des Social Media Zirkusses wie Facebook und Twitter weitgehend verzichtet. Es gibt zwar mittlerweile eine Facebookseite und sogar eine Initiative von US-amerikanischen Filmemacherinnen, die einen Dokumentationsfilm über das Nest erstellen möchten, aber… aber viel Erfolg führt auch leider oft zu vielem Neid. Neid, den man bei der täglichen Arbeit nicht gebrauchen kann. Neid bei den lokalen Ansprechpartnern in staatlichen Einrichtungen, weil da eine Deutsche quasi im Alleingang und mit Hilfe potenzieller Geldgeber und vieler Freiwilliger ein Projekt aus der Taufe gehoben hat, das so viel Sinn macht und gut ist. Und bei dem es kaum vorstellbar ist (aus kenianischer Sicht), wieso jemand seine ganze Lebensenergie ohne Eigennutz in so ein Projekt steckt.

Spendern, die es gut meinen und die helfen wollen, muss man daher manchmal vor den Kopf stoßen, weil zu viel Hilfe teilweise genau das Gegenteil bewirken kann. Zum Wohle der Kinder eher weniger herumtrommeln und dafür weniger Missgunst vor Ort ernten. Die o.g. internen Machtkämpfe in Kenia gibt es nicht nur in der Politik!

Jedenfalls: ich finde dieses The Nest Home Projekt sehr gut; ich unterstütze es technisch; ich unterstütze es weil es Menschen aus meinen beiden Heimaten Deutschland und Kenia involviert; ich weiß, dass die Gelder alle gut ankommen und direkt verwertet werden; ich weiß dass die Verwaltungskosten (overhead costs) im Gegensatz zu manch anderen Projekten aufgrund sinnvoller Investitionen relativ gering sind und ich weiß, dass dieses Projekt aus rein altruistischen Stücken von einer mehr als engagierten Persönlichkeit geführt wird, die hier nicht ihren Afrikatraum verwirklichen möchte, sondern dort hilft wo Hilfe wirklich gebraucht wird.

Ich möchte daher jeden Leser dieses Blogbeitrages bitten, entweder die Flattr-Funktion unterhalb dieses Blogbeitrages zu benutzen, oder aber für dieses Projekt auf eines der hier angegebenen Konten zu spenden.

Für eine dauerhafte Unterstützung gibt es auch einen Förderverein in Oldenburg, den “Tunza Dada e.V.”, dessen Mitglieder mit ihren 6,- EUR Monatsbeiträgen die 38 Gehälter des Projekts finanzieren und Sonderzahlungen wie z.B. Reparaturen an den Gebäuden oder dringende Neuanschaffungen ermöglichen. Der Verein hat derzeit 171 Mitglieder und 200 fördernde Nicht-Mitglieder.

Herzlichen Dank!

Juergen “Kikuyumoja” Eichholz (@jke)
Frankfurt am Main, 11.12.2010

update:
Wie angekündigt habe ich den gesamten Jahreserlös via Flattr von meinem Blog ans Nest überwiesen. Allen Spendern ein herzliches Dankeschön!

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Inside a micro SD card reader

Opened it up, so you don’t have to.

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Oh, look! A GL827!

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Old vs. new reader. I’ve used the old one for the last two years, and it never broken albeit being carried around in my right pocket, next to the keys. Also, the micro SD inside never got lost. Amazing quality.

I prefer these microSD card readers to conventional USB memory keys or even the key-type keys because they provide a slot for the microSD card from the phone. Now, the best option would probably be to have a key-shaped microSD card USB reader.

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Wer braucht Kino, wenn er in einer Stadt wie Frankfurt wohnt?

Heute Abend in der U-Bahn saß ein älterer Mann – “südländisch”, würde man wohl sagen, also natürlich ein Türke (was ebenso natürlich nicht stimmt), der vertieft in einer orangenfarbenen DIN-A4 Mappe las. Jede Seite mit arabischen oder persischen Schriftzeichen – so genau konnte ich es im Vorbeigehen nicht erkennen – war handgeschrieben, und mit seinem Schurrbart und dem Blick wirkte dieser Mann wie…

…ja?

Das ist genau der Punkt. Wir wissen gar nichts voneinander. Und doch musste ich beim Anblick dieses Mannes an den Themenschwerpunkt Istanbul bei arte.tv denken, letztens, wo es auch einen Bericht über Arabeske gab, dieser für westliche Ohren kitschigen Volksmusik:

“…l’arabesk s’est muée en phénomène national et a révolutionné la pop turque”.

Folglich stellte ich mir vor, wie dieser Mann in den 1970er, oder vielleicht auch 1980er Jahren ein lokaler Star war, der in seiner Freizeit dramatische Texte über Liebe und Schmerz schrieb und in Gedanken noch in dieser alten Zeit lebt. Am Abend, wenn er auf seinem Weg zum Flughafen ist, wo er in einer 10h Schicht durch die Gänge des Terminals läuft und den Müll der Fluggäste entfernt. Sich in der U- und S-Bahn mental auf die Eintönigkeit der Arbeit vorbereitet, in dem er die alten Texte durchgeht und sich des Schmerzes erfreut, der gefühlt besser war als der Luxus in der neuen Welt.

Das ist natürlich nur ein Gedankenspiel. Maximal drei Minuten lang einen fremden Menschen anschauen und sich eine Geschichte dazu überlegen. Erfundene Geschichten zu Menschen, die in dieser Stadt leben und früher in einem anderen Kulturkreis ganz anders gewirkt haben?

Frankfurt am Main, diese typische Großstadt mit ihrem hohen Anteil an zugereisten Mitbürgern, eignet sich hierfür irgendwie ganz gut. Das Kopfkino siegt immer wieder in Frankfurt, diesem Schmelztiegel aus Kommerz und Kulturen – selten eine Stadt wie Frankfurt erlebt, die so viel HassLiebe in sich trägt. Was also liegt näher, als sich vor Langeweile im öffentlichen Nahverkehr die Menschen anzuschauen, und sich vorurteilbeladene, aber doch irgendwie passende Geschichten auszudenken (eben weil man es nicht besser weiß)?.

Bis jetzt habe ich mich noch nie so richtig gelangweilt im Leben. Wann waren wir eigentlich das letzte Mal im Kino?

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glowing keyboard stickers

The problem

The keyboard and the screen are THE two important user interfaces between humans and their computers. Whenever I buy new hardware, I try to include these two parameters in my list of important criteria – especially since both my active machines do not come with a backlit keyboard (which is really sad).

So unless you’re the proud owner of an Apple MacBook (Pro) or Dell Latitude notebook with a backlit (!) keyboard, you’ve probably asked yourself why your notebook doesn’t come with a backlit keyboard, or how you could change that.

As far as I know, only these two manufacturers (Apple and Dell – but maybe also MSI and some Sony models) offer backlit keyboards on their laptops/notebooks, and there’s no comfortable way of installing a backlit keyboard unless you’re into some hardware hacking and/or have access to a light emitting foil and transparent keys.

The alternatives

6930p-led

My HP Elitebook 6930p comes with an illuminated keyboard, which is a little LED light that pops out on top of the display (bezel) – very similar to what you may already know from IBM ThinkPads, but slightly better (because it doesn’t blind the eyes like the ThinkPad light on many new Lenovo ThinkPads & has an extra hardware button).

It’s ok and works, but not really a 100% satisfying solution. A backlit keyboard would be the better alternative.

On my Asus eee PC 1000HG, there’s no such light. Also, the keyboard on this netbook PC is rather thin, so any hardware modding would require extra space – and an LED that pops out from the bezel would probably only add another irritating light source (I’ve tried to hack one onto my netbook, but failed in doing so and had to realize that only a commercial solution would deliver sufficient results).

1000HG-USB-light

So I bought these external (USB) & flexible lights which kind of do the job for the time being, but also add another bulky gadget. Plus: the USB version blocks a USB port.

1000HG-LED-clip

You can see from the picture that the 2nd external solution is clipped to the display bezel and delivers a very bright light.

Both these external keyboard lights can be adjusted, but luminance can’t be set and they are actually wayyyyyy to bright. Not nice.

So I kept on looking for a better alternative and stumbled upon these “glowing fluorescent keyboard stickers” (which you may already see in action on the pictures above) from this dealer on eBay:

1000hg-stickers

At ~ 6,- EUR for a set of stickers, I couldn’t resist and ordered these directly from the US (~ 10 days from the USA to Germany).

Now, these stickers DO NOT GLOW and AREN’T FLUORESCENT, but – as the dealer writes on his website:

“Glowing characters pick up any source of light coming in/ through ( such as light from your own monitor, laptop, or even USB light etc, etc) – allowing keyboard characters to brighten up immediately by reflecting the light, yet, stickers are not the source of light themselves. It is just the same effect* as a road signs reflection, or strips on uniform worn by construction workers or police.”

I think this best explains how these stickers work and why you won’t see glowing stickers on the following snapshot of the keyboard:

1000hg-stickers-attached

The main difference, and a reason why I’ll stick to these stickers on the keyboard for now, is that the letters are bigger and much more visible in darkness. So even though they aren’t glowing in the dark – like a clock dial – they do add some value and an improvement to this rather darker netbook keyboard with its tiny lettering.

I didn’t fix the stickers on the F-keys (top row) – and if you look at the pictures above of the attached stickers on my netbook, you’ll realize that this top row with its Function keys isn’t really readible in any kind of darkness. With netbook keyboards already being too small for the average user, I don’t understand why the lettering also is this poor.

Other than that, the flat surface of the stickers also adds some sort of chiclet touch to the keyboard (flat & single keys on modern Apple/ Sony/ MSI/ Asus/ Acer etc. keyboards). And while there’s a BIOS update available for the Asus eee PC 1000H that allows the use of a chiclet keyboard as found on the Asus eee PC 1000HE, there’s no such luck for 1000HG owners like me. So unless there’s a much better hardware mod for backlit keyboards available in future (Hello Chinese copy masters, inventors of cheap touchpad covers – how come you never ventured into this?), I’ll probably have to stick to these not glowing, not fluorescent but somehow OK’ish stickers.

(* it’s not the same effect, maybe similar effect. The same effect would require these stickers to be much more expensive because the technology used on good road signs is high-tech. This is the material used on these stickers, and the company that produces these adhesives also produces the retro-reflectors on traffic signs…)

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German M-Pesa – would it be successful?

(…in English, und nicht auf Deutsch, because I’d love to see comments from non-German speakers as well. Dankeschön!)

Mobile payment solutions, or m-payment, aren’t anything new to the interested mobile user. There are different (technical) models for mobile payments:

  • Premium SMS based transactional payments
  • Direct Mobile Billing
  • Mobile web payments
  • Contactless Near Field Communication

During this year’s local BarCamp in Darmstadt (for the Rhein-Main area), I also presented a few slides on M-Pesa & M-Kesho which are quite succesful in Kenya since their launch. Safaricom‘s former CEO, Michael Joseph, also talked about the success & struggle that came along with it during his Q&A session at (the) iHub Kenya earlier last month. Afaik, M-Pesa on Safaricom (Kenya, 51% owned by Vodafone) is a Premium SMS based transactional payment system.

You can google for M-Pesa and also check YouTube for the various videos on M-Pesa and why it has become so successful in EAK over the last three years (obviously, due to the lack of and need for alternatives).

Now, Germany. A country with seemingly more ATMs than public toilets :-), a working payment system, affordable (sometimes free) bank accounts with minimal charges, a cash culture where card-based payment systems are diverse and convenient to handle, but most importantly:the existing mix of cash & cards is an approved system that most often works and doesn’t require much behaviour change.

During another session on future mobile apps (during the BarCamp), fellow blogger Kai-Christian asked the attendees about their perception of mobile apps, and what we would like to see being developed.

As a hardware guy, I naturally love the idea of gadget add-ons that will turn your iPhone/smartphone into an e.g. medical test device, but when I look at the African market – and that was my main intention when I presented the slides on AfriGadget, Ushahidi, the iHub & Co (= what can we learn & adopt from them? South>North exchange) – I think it’s a very valid question to ask about the lowest denominator: telephony & sms, and why we are foccussing on High-Tech only (as opposed to the long-tail in mobile phone users, ~ 80% on simple phones), and why the market for SMS-based services still isn’t as satisfied as it should be.

To me it seems that since 1997, since the introduction of WAP, not much really changed in this sector (in .DE) because everyone was looking for the “killer app”, and this perception only really changed with true internet phones like the iPhone and such.

So I asked if a mobile payment system like M-Pesa would be possible in Germany.

One of the attendees, Silke (who is an expert on commerce systems and also blogs their usage on her private site), instantly replied that these mobile payment systems wouldn’t be successful in Germany because ppl wouldn’t need them (due to the aforementioned availability of ATMs & alternatives).

Software developer & technical consultant with a mobile service provider, Ali Pasha, added another comment to that and explained that there are security issues that come along with using SMS (which is true, because there is no 100% encryption). Given that a lot of Germans are having privacy concerns with Google Street View and objected the publication of street photos (which aren’t that private anyways), security issues are to be taken very serious when it comes to doing business in Germany (and, of course, elsewhere, but Germans seem to be very attached to security issues). No risk, no problem?

There are existing mobile payment systems available in Germany (also some upcoming ones based on Contactless NFC right here in Frankfurt), and I also remember the late Paybox service from early 2000 which is now only active in Austria. I don’t know the actual reasons for their failure in Germany, maybe due to investors pulling back or because of a tight competition with banks & providers, or both, but it’s interesting to note that their failure obviously wasn’t due to users who rejected the system, but because of external pressure. I, for one, remember using Paybox as a happy customer. If there is one thing I’ve learned in business, (then) it’s that the best and most accepted solution isn’t always the one that will prevail and succeed.

screenshot mpass

What you see here is a screenshot taken from mpass, a German system run by Vodafone (M-Pesa!) – a list of online shops where you can already pay using mpass. Not too many, if I may say so, and I am sure that mpass isn’t as popular in Germany as it probably should (be).

And obviously, mpass isn’t like M-Pesa because it a) isn’t implemented into the SIM (SIM-toolkit) and b) mpass is also only (?) used as an add-on to online shopping, to confirm a payment, while m-pesa provides much more than that (e.g. the direct exchange of credit).

Sooo…. if a similar technology is already available, and if they have been “alive” since 2008 – what do you think? Would a mobile payment system (of any kind) be successful in Germany? Would it take a SIM-toolkit modification like M-Pesa to reduce security concerns among German users? I remember having an M-Banking menu item on my old D2/Vodafone SIM card which never worked, and I am not the only one who never understood this.

I think one of the main arguments for M-Pesa (from  provider perspective) is that users are forced to stick to a SIM (and the network), while mpass works from all networks. Is this due to a European law which regulates, but also limits the competition? I don’t know. But what I do know is that there’s often a different reality to what has been evaluated in field studies, or what we (as interested users) may assume of the market. Just as M-Pesa had been adopted to the Kenyan market by its users – “misused”, if you will. I like that. I’d like to see a similar development in Germany, if only to further explore what’s really possible with basic mobile phone functionality like telephony or sms.

What do you think?

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