early bird…

…catches the worm. Denken sich anscheinend so einige Leutchen da draußen – und haben dementsprechend keine Hemmungen, mich aus meinem heiligen Dämmerzustand mit einem Telefonanruf ab 05.45 a.m. wachzurütteln.

Dieses Mal war es (m)ein alter 133MHz PC, Pentium 1, von 1996, mit bißchen EDO RAM, zwei kleineren HDDs (beide zusammen immer noch < 1GB), einer alten S3 Grafikkarte, ser. Maus, DIN-Tastatur, Asus T2P4 Board mit HX Chipsatz – kurz: ein alter Rechner, den niemand mehr haben wollte, der zu langsam geworden war für die meisten Anwendungen und der seine Pflicht erfüllt hatte. Weil ich nett bin, hatte ich sogar eine 10/100er Netzwerkkarte eingebaut.
Da der hier nur noch rumstand und gebrauchte 350MHz PCs schon bei 20,- EUR losgehen, errechnete ich mir für diese Antiquität höchstens noch den Gegenwert eines Sixpacks Bex. Also rein ins Anzeigenblatt und draufgeschrieben "PC ZU VERSCHENKEN". Ohne Angabe einer Uhrzeit (welch fataler Fehler!).

Kurz nachdem die kaputte Loveparadejüngerin mit gebleichtem Kurzhaarschnitt im Trainer die junge Mitdreißigerin also anrief und sich nach einer Stadtplanbelehrung für einen Besuch "in bälde" ankündigte (wer wohnt hier eigentlich länger – die oder ich???..egal..), riefen noch mindestens 5 weitere Spacks für den PC an. Irgendwann danach bin ich nicht mehr rangegangen und habe dem AB die Arbeit überlassen….

Das ist doch verrückt! Wenn ich das Teil für 5,- EUR in die Zeitung gesetzt hätte, würde ich jetzt schön ruhig schlafen und womöglich von Bubudiu träumen. Kaum ist es aber kostenlos zu haben, klingelt mich die ganze Stadt ausm Bett und sieht es als Selbstverständlichkeit an, dass man schon um 6 Uhr morgens die Eigenschaften eines alten PC runterrasseln kann. Wie die Aasgeier schleichen sie um die tote Beute und warten nur auf die günstige Gelegenheit, um endlich zuzuschnappen. Der Rechner war echt scheisse – schon der 300er ging nur via SofortKauf bei Ebay weg – aber kostenlos ist kostenlos, und damit wohl heißbegehrt. Waaaaah…was für eine Welt!

Der Computertisch kommt nächste Woche ins Anzeigenblatt und als Preis werde ich EIN SIXPACK BECKS GOLD angeben. Ab 17 Uhr.

Schokolade für die Bildung

Stehe ich heute im Supermarkt vor der riiiiiiiiiiiesigen Süßigkeitenabteilung und entdecke (eventually) die Ritter Sport QUADRAGO Aktion:

 

Quad_Brause.jpg
Vollmilch mit .+°´^`°+. KNALLBRAUSE .+°´^`°+. YESSSSS!
Eigentlich bin ich kein großer Schokoladenfan, aber Ritter Sport hat sich da eine einfache Vollmilchschokoladenrechnung ausgedacht: pro verkaufter Tafel Schokolade spenden sie 1,4 cent an UNICEF, welches dem Gegenwert der finanziellen Mindesthilfe für Schulbildung eines Kindes in Afrika (sie schreiben tatsächlich Afrika) entsprechen soll. Ebenso will die Firma unabhängig vom tatsächlichen Abverkauf eine Summe iHv 220.000,- EUR spenden.
Soweit, so gut. In die Bildung zu investieren, ist meiner Meinung nach von elementarer Bedeutung und ein sehr weiser Ansatz.
Allerdings würde ich es besser finden, wenn sich so eine Firma wie Ritter Sport gezielt einzelne Projekte von Privatleuten vor Ort aussucht, anstatt es fast schon anonym einer Organisation wie UNICEF hinterher zu schmeißen, wobei das “Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) (..) dem Deutschen Komitee für UNICEF (immerhin) das DZI-Spendensiegel für die satzungsgemäße und sparsame Verwendung der Gelder zuerkannt” hat.
Auf der Suche nach einer Online-Übersicht privater Entwicklungshilfeprojekte fand ich dann ad-hoc das hier auf den Seiten des Phönix e.V.…hmm….in Kenia alleine (als Beispiel) gibt es einige (viele!) private Initiativen, die mit 220.000 EUR mehr als reich beschenkt werden würden und mit dem Geld auch effizienter & effektiver ihre Ziele verfolgen könnten als es die UNICEF kann. In den Medien werden aber überwiegend nur die großen Organisationen genannt, weil sie sich auch die PR hier leisten können – und vor Ort vielleicht auch mehr für die korrupten Beamten vom Laster fällt. Oder gab es je eine Umfrage zum Thema “Dauer einer lokalen Anmeldung eines kleinen Hilfsvereins als NGO in einem Entwicklungsland”?

Wahrscheinlich hat das Logo von UNICEF so eine Gewissensberuhigende Wirkungen auf die Konsumenten, dass sie es einfach besser vermarkten können. Und das widerrum finde ich noch perverser als den Gedanken, Schokolade für Afrika essen zu können.
Obwohl die Knallbrause ein echter Burner ist…

Hold-It!

Für alle Benutzer von Sprays wie  WD-40 & Co, die sich schon immer gewundert haben, wo das kleine rote Kunststoffröhrchen verbleibt (ich klebe das immer mit Tesafilm an der Dose fest), gibt es jetzt Abhilfe in Form eines praktischen Kunststoffrings, der um die Dose geclippt wird:

 wd40.jpg

Diese längst überfällige Idee ist ja wohl sehr genial, oder? Allerdings zeigt WD40 auf seiner Produktseite auch noch eine eigene Idee, nämlich das abklappbare Kunststoffröhrchen. Wann kommt das bei uns in den Handel?
(found via CoolTools)

Chai

teastickparts.jpg
What’s this?

This Bubudiu is something they call the teastick: A contemplative toy that gently rocks as it infuses clouds of flavor before your eyes. This is what happens when designers and connoisseurs meet for tea.”

Something deep down in my brain tells me I’ll *need* to get my hands on this one. Will it be compatible with those huge chinese tea leaves?

Chîzu…

Juergen_Specht20040111163.jpg

Dieses Bild stammt von der Website von Juergen Specht – einem in Japan lebenden deutschen Fotografen, der unter anderem hunderte Bilder von Automaten in Japan aufgenommen hat.

Er schreibt: "I believe that every photographer is a story teller. This is my story. The story of a German photographer living in Tokyo, Japan."
Seine Bilder hat er unterteilt in artistic galleries, truthful stories, daily Singles & documentations (~cultural explorations). Besucher der Website können ihre Lieblingsbilder gleich abspeichern (coole Idee).

Bei mir wecken solche Bilder viele Erinnerungen an früher – es ist der Wahnsinn, was aus Shibuya mittlerweile geworden ist. Die Website ist insofern auch schön, weil sie manche Eigenarten der Japaner (Engrish – siehe Bild) aus der Sicht eines Gaijins witzig darstellt.

Daher: Kiku’s Surftip der Woche!