Woodcreeper

Manch­mal gibt es Din­ge, die man in ihrem Umfang nicht rich­tig nach­voll­zie­hen kann.

Mei­ne Groß­nich­te z.B. (11 Jah­re alt) und ihr Hirn­tu­mor, den sie iro­ni­scher­wei­se als “Paris Hil­ton” bezeich­net hat. Was die OP und die Fol­gen (Che­mo, etc.) betrifft, so kann ich mir aus der Fer­ne nur inso­fern ein Bild davon machen, als dass mei­ne Cou­si­ne uns alle sehr detal­liert und regel­mä­ßig via email informiert. 

Beim flab­ber­brow­sen fand ich dann eben einen Link zu einem Kerl, der die Fotos von sei­ner Hirn­tu­mor-OP nicht nur in sein Blog, son­dern vor allem bei Flickr ein­ge­stellt hat. Es ist nicht nur krass, es ist sogar höchst inter­es­sant. Aller­dings ist das nix für Leu­te, die den Anblick einer geöff­ne­ten Schä­del­de­cke nicht ertra­gen können. 

Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich davon hal­ten soll. Tat­sa­che ist aber, dass der jun­ge Mann die Bil­der der OP (sind ja nicht so vie­le) mit der gesam­ten Flickr com­mu­ni­ty teilt, und so viel­leicht auch einen Weg gefun­den hat, um mit der Situa­ti­on leich­ter umzugehen. 

Für mich als Betrach­ter ist es eine inter­es­san­te Erfah­rung und gute Mög­lich­keit, einen kur­zen Ein­blick in eine Welt zu bekom­men, die vie­len Gott sei Dank ersparrt bleibt. Und genau aus die­sem Grund habe ich es hier gepostet. 

Es ist inter­es­sant zu sehen, wie die Welt sich durch das Inter­net ver­än­dert und Ein­zel­per­so­nen für einen kur­zen Moment die Auf­merk­sam­keit einer gro­ßen Mas­se auf sich zie­hen können. 

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