angry mob kills hackers

Story by KBW correspondent
Publication date: Feb 28th, 2007

Alleged hackers from Gachie, Kiambu were today killed by an angry mob after they were found guilty of cheating customers on the installation of the new computer operating system Microsoft Windows Vista.

The alleged hackers apparently tried to install the free and open-source Ubuntu operating system from South Africa on their customer’s computers, telling them it would be the new Windows Vista operating system.

The bogus deal only became public when customers complained about the cheap installation costs: the killed hackers only charged Ksh. 400 for a copy of the fake “Windows Vista” operating system, which was in fact a copy of Ubuntu. Ubuntu Linux is available free of charge from the internet. The internet is a worldwide network of computers.

The police which arrived 2hrs late because of missing transport could only rescue the dead bodies of the alleged hackers. Anonymous sources told our paper that the Ubuntu OS actually performs better than the new Windows Vista which requires a faster computer and in most cases new hardware.

However, one angry customer, a Mr. Boniface Njoroge told us: “I invested Ksh. 400/= and all wot these piiporr have given me is a copy of a cheap operrating system which is not the orriginol dearr! These piipol have been chiiting castamaaahs on a grand scarr! Arr we have done now it is to protect fellow wanachi from faathaa exploitation by these thugs!”.

Meanwhile, the government today in cooperation with Microsoft Corporation declared Kenya being a Windows Vista nation. This comes one day after Microsoft donated the sum of US-$ 100.000 through the Bill Gates Foundation to HIV/AIDS awareness projects countrywide…

[via treehugger]

Hochglanzbroschüren

Es zieht irgendwie alles an mir vorbei.

Die Berichte in den Medien über alternde Radsportler; wieder mal ein ermordetes Kind, verscharrt irgendwo da draußen im Wald; die OSCAR Verleihungen in den USA mit unwichtigen Infos; die üblichen politischen Sticheleien im Inland; Studien und Umfragen zu diversen Themen; Sportnachrichten; etc..
Einzig das plötzlich aufkommende Interesse am Klimawandel, der Vermarktungswert ökologischer Konzepte, die plötzlich wie Pilze aus dem Boden schiessen, vermag mich noch aus der Reserve zu locken.

Als ich vor drei Wochen an der Tankstelle mit der EC-Karte bezahlen wollte, hatte ich richtige Schwierigkeiten, mich an meine PINummer zu erinnern.

Ich glaube es war mal Esther Dyson, die vor einigen Jahren in der BrandEins in einem Interview von sich gab, sie wäre erst dann richtig erholt – an den Wochenenden, wenn sie mit ihrem Mann wandern geht – wenn sie am Montag morgen ihre PINs vergessen hat. Recht hat sie.

Die Umstellung zwischen den Welten habe ich schon sehr oft erlebt. Zwischen Kenia und Deutschland liegen nicht nur 6600 km, sondern auch viele kleine Details, deren Existenz erst bei näherer Betrachtung erkennbar wird.

Wenn ich am Flughafen stehe und die Unmengen von Zeitschriften sehe, im Flugzeug den Verpackungsmüll, gehetzte Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben – all das gibt es mittlerweile an jedem Ort der Welt.
Aber nicht überall wird damit auf gleicher Art und Weise umgegangen.

Wenn man in Deutschland aufwächst, lernt man schnell, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen. In Kenia war das früher nicht der Fall.
In einem Land, in dem es vergleichsweise wenige Fernsehsender gibt, in dem Bücher immer noch sündhaft teuer sind und die Tageszeitungen gleich mehrfach von verschiedenen Personen gelesen werden, in dem der Internetzugang aufgrund mangelnder Infrastruktur und Hardware in den meisten Haushalten noch keine Realität ist, wo Wasser nicht aus der Leitung, sondern vor allem aus einem Wassertank vom Dach des Hauses kommt, die Benutzung von öffentlichen Toiletten Geld kostet und jeden Tag mit einem Stromausfall gerechnet werden muss – in so einem Land mag das Thema Reizüberflutung höchstens in Verbindung mit nervigen Verkäufern gebracht werden, die einem als Europäer irgendwelche Holzschnitzereien oder Batiktücher verkaufen wollen.

Ich sehe also die Zeitschriften, und denke mir: machen sich die Kunden eigentlich Gedanken um die Ökobilanz? Wieviel Wasser wurde für den Herstellungsprozess verunreinigt und ungereinigt in die Natur abgelassen? Was passiert mit all dem Kerosin, welches täglich verflogen wird? Was passiert mit dem Verpackungsmüll aus dem Flugzeug?

In Deutschland wird dieser Müll entsorgt. Ent-sorgt. So wie “sich der Sorge darum entledigen”. Der Müll wird vielleicht noch sortiert und teilweise wiederverwendet, der Rest wird verbrannt und zur Energieerzeugung verwendet.
Und in Kenia? In Kenia wird dieser Müll auf eine Halde geworfen, von Menschen nach brauchbarem Material durchsucht und dann verbrannt. Ohne Energieerzeugung.

“Ha!”, mag man sich denken, nicht nur in Kenia. Freilich nicht nur dort. Wir schauen kurz nach Osteuropa und sehen das Chaos vor der Tür. Tja…

Letztens erzählte mir ein ehemaliger Kommilitone, wie er als Ingenieur für die kenianische National Environment Management Authority (NEMA) kurz vor Weihnachten sechs Betriebe schließen lassen musste. Die Chinesen brauchen Rohstoffe, ganz China will sich motorisieren, und so wird alles aufgekauft was sich irgendwie wiederverwenden lässt. So auch das Blei in den Autobatterien.

“Wir brauchen eine flüssigkeitsdichte Fahrbahn”, wurde mir damals in der Ausbildung zum Mineralölkaufmann gesagt, “das ist jetzt Vorschrift an den Tankstellen”.
Ah ja. So etwas haben die Betriebe natürlich nicht in Kenia. Autobatterien werden dort irgendwo in einem Hinterhof zerpflückt, das Blei herausgenommen, und jegliche Flüssigkeit irgendwohin geschüttet. Ein Teil verdunstet, der Rest fliesst oberirdisch ins nächste Gewässer oder versickert. Stört ja keinen. Außer der NEMA, die dem bunten Treiben jetzt einen Riegel vorgeschoben hat.

Aber wieso stört das niemanden?

Weil die Menschen nicht mit diesem Umweltbewusstsein aufwachsen, weil sie früher organischen Müll gewohnt waren, der irgendwo verroten konnte, und weil sie täglich damit beschäftigt sind, zu überleben.

Wenn man täglich ums Überleben kämpfen muss, ist es einem sehr egal, ob die Batterien mit ihren Schwermetallanteilen irgendwo auf einer Halde, oder aber in der nächsten Toilette verschwinden. Genau wie in Deutschland entledigt man sich dieser Sorge. Soll sich doch jemand drum kümmern der Ahnung davon hat!

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Müllhalde bei Nairobi – direkt hinter dem Kasarani Stadium (im Norden erkennbar), wo letzten das tolle Weltsozialforum stattgefunden hat…

Als ich in meiner Tätigkeit als “technischer Berater” den Chef des Regionalbüros bat, dass wir die Batterien in Zukunft getrennt sammeln und nicht mit ins wöchentliche Feuer im Hinterhof werfen, schaute er mich nur unverständlich an. “Aber was sollen wir denn sonst mit denen machen?”, frug er mich. “Ich weiß es nicht”, entgegnete ich ihm, “aber jedenfalls nicht mit ins Feuer werfen, dass dann beim nächsten Regen alle Schadstoffe ins Grundwasser gespült werden.”

Sein Job beinhaltet unter anderem viel Aufklärungsarbeit. So weisst er die Siedler an den Flussläufen an, ihre Toiletten nicht unmittelbar neben einem Gewässer zu errichten. Das mit den Batterien war ihm allerdings neu.

Mein ehemaliger Kommilitone bei der NEMA versteht diese Problematik nur zu gut – sind es doch seine Leute, denen er hier Chancen aus umweltschutztechnischen (sp?) Gründen verwehren muss, die ihnen sonst eine Möglichkeit zu einem Herauskommen aus ihrem Dasein bieten. Die Autobatterieverwerter haben ihre Tätigkeit natürlich innerhalb kürzester Zeit wieder aufgenommen. Es stört ja sonst keinen, und Kontrollen sind nicht immer möglich.

Aus diesem Grund, weil eine Problematik mit der anderen zusammenhängt, werden irgendwo in den Steuerzentralen dieser Welt Papiere zusammengeschrieben, in denen Schlagworte wie poverty, NGO, waste management, gender, HIV, etc. treffend die vorherrschenden Rahmenbedingungen beschreiben. Wie schön.

Es wird dann irgendwo eine Konferenz einberufen, irgendwelche Experten fliegen für viel Geld und Müll (Kerosin, Verpackungsmüll) in ein tolles Land, wohnen exklusiv in einem sündhaft teuren Hotel, referieren über ihr Lieblingsthema mit einem MSc. in der Tasche und reisen dann wieder mit einem Konzept ab. Irgendwo liegt dann noch nen Stapel Kataloge und Broschüren rum, alle irgendwo auf Hochglanz mit Schwermetallhaltigen Farben bedruckt, und verändert hat sich für die Welt: nix.

Und dann kommst Du nach Deutschland zurück, schaltest den Fernseher an und siehst, wie sie auf einmal alle ganz hektisch versuchen, das arme Klima vor den bösen Menschen zu schützen. Und ich frage mich: wenn wir es in einem Land wie Kenia, wo noch so vieles erst in den Anfängen steckt, die Menschen noch hungrig nach Wissen und weiterbildenden Informationen sind, das tägliche Leben aus der Abdeckung von Grundbedürfnissen besteht und durch Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Schulen noch so viel mehr erreicht werden kann – wenn wir es selbst dort nicht schaffen, was soll dann erst aus dem Rest der Welt werden?

Achim Steiner, Chef des UNEP mit Sitz in Kenia, meinte letztes Jahr in seiner Antrittsrede, dass dies gerade die Herausforderung für das UNEP wäre, dieser kaputten Welt täglich direkt vor der Tür zu begegnen. Ob sich dadurch etwas ändert?

Man könnte, wenn man nur wollte. Man könnte so vieles machen.

on the importance of good shoes

When it comes to shoes, dear Ladies & Gentleman, I am very much JKE.

I remember some 12 years ago, my classmates including the teacher (!) would laugh about me coz I was wearing leather shoes. Something like this, actually:

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“You look like a business man”, they said, pointing at my shoes. “How can someone walk in such shoes?”“Perfectly well”, I replied, knowing that soon they’d be wearing similar shoes. Those were the days when everyone was wearing Sneakers and guys used to have long hair. So rebellious, yeah!

One year later on, their hair was cut short, the guys in my class studied business administration and started wearing such shoes. “But do I say?”, I thought back then, “now look at you – who’s the business man now?”.

11 years fast forward, and I see myself selling my single-pantry-kitchen corner, including a fridge for something like 80,- EUR in order to buy this pair of shoes that really caught my attention:

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ADIDAS Adi Racer Low (in a different colour, though..)

It was love at first sight. It was a good choice, because I had been rummaging through shoe shops in Bremen, Hamburg and Lüneburg for something like three weeks, and never had the “yeah, these are the ones – the one and only ones”-feeling. Upon seeing a reduced pair of black and white Adi Racer Low, I instantly bought them. And I am still wearing them today – even had them in Kenya with me and found another fake copy for sale at a BATA store in Nairobi the other day. Great shoes.

And this weekend, I bought another pair of sport shoes. Jogging shoes, actually, coz I urgently need to do more sports. Maybe it’s the age, maybe it’s sitting at a desk all day long that shortens the sinews behind my knees (ouch!) – but the point is: I ignored this “sports” nini for a long long …longlonglong time.

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And here I am, with my new pairs of ASICS GEL-1110s. Really, I never knew walking in such shoes is such a blessing on tarmaced roads.

(= a.k.a. the REAL difference between the U.S.A. and Europe – just look at everyone’s shoes and you know where ppl are coming from. Ama? ;-)

…aber hier leben? (part 1)

Die eine Hälfte meiner KommilitonInnen setzt sich abends regelmäßig vor den Fernseher, und zappt sich so durch die Langeweile. Begriffe wie “Schland” oder “Wok-WM” sind da keine Seltenheit – es gibt sogar solche hartnäckigen Vertreter, die sich regelmäßig die langweiligsten Sportberichterstattungen im Fernsehen anschauen: Tour de France, Ski-Langlauf, Formel Eins…

Vor einigen Jahren habe ich das Fernsehgerät abgeschafft. Wir schrieben das Jahr 1996, und während einige meiner Freunde mit jeglicher Selbstverständlichkeit ihr eigenes Gerät direkt neben dem Bett stehen hatten, kam mir gar nicht erst der Gedanke, diesen Kasten in meinem Schlafzimmer aufzubauen. Es war ja auch gar kein Platz vorhanden. Stattdessen hatte nämlich ein Computer den Weg in mein Zimmer gefunden, und schon nach 2 Jahren kam – wie selbstverständlich – eine Fernsehkarte hinzu, die im Desktop PC immer noch für den Empfang aller Sender dient.

Wenn es Empfang gäbe. Aufm Land, in dem Kaff wo ich die letzten fünf Jahre studiert und in einem Studiwohnheim gewohnt habe (“gelebt” wäre fast schon übertrieben), hatten wir nur eine mickrige Satellitenschüssel, die lediglich die Regionalprogramme sowie die üblichen Volksverdummungssender empfing. Ideale Voraussetzungen also, um sich ganz bequem und langsam von der Flimmerkiste zu verabschieden.

Statt sich passiv vom Fernesehprogramm unterhalten zu lassen, kam das Internet dazwischen, welches zumindest ein wenig mehr Interaktivität und Fortbildung bot. Mittlerweile gibt es auch hier die volle Unterhaltung – wem also das Fernsehen nichts bietet, kann sich im Internet diverse Filmchen anschauen, oder Online Magazine durchlesen.

Die andere Hälfte meiner KommillitonInnen hat sich bewusst gegen den Fernseher entschieden. Meistens kommt eh nur Mist, und es lenkt nur von den eigentlichen Verpflichtungen ab. Dazu noch nervige Schreiben von der GEZ und die Tatsache, dass es auch alles unnötige Kosten verursacht. Kurzum: braucht man eigentlich nicht.

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Fernseher in einem Hotelzimmer in Embu, Kenia. Ein dickes Teil, aber ohne richtigen Empfang.

Wie sehr man das alles nicht braucht, habe ich jetzt wieder in den letzten vier Monaten in Kenia erlebt. Aus Spaß an der Technik und Experimentierfreude, hatte ich mir fürs Notebook eine PCMCIA TV Karte mitgenommen, an der ich den Fernsehempfang testen wollte.
In Kenia gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Fernsehprogrammen – terrestrisch oder gar via Satellit (Kabelfernsehen gibts sogar auch in Nairobi) – und im Gegensatz zu früher auf einem anderen Frequenzbereich. Das bedeutet im Klartext, dass die für den Empfang der (natürlich immer noch analogen) Programme nötigen Antennen viel kleiner ausfallen, und damit viel günstiger in der Herstellung sind. In Embu, diesem Kaff am Mount Kenia wo ich in der Zeit gewohnt habe, hatte so ziemlich jeder Haushalt einen eigenen Fernseher. Nun muss man verstehen, dass die Anschaffung eines Fernsehgerätes in Kenia ungefähr die gleiche Priorität hat wie bei uns hierzulande vielleicht der Hype Ende der 1980er Jahre, als alle Hausfrauen und Hausmänner einen Herd mit Ceranfeld haben wollten. Jetzt sind es wohl die Flachbildfernseher.

Die TV Karte habe ich einmal beim Harry ad-hoc mit ner selbstgebauten Antenne kurz angetestet – und wir haben uns darauf geeinigt, dass es ja an sich “ganz nett” sei – mehr aber auch nicht.
In Kenia kann man via Satellit übrigens auch das ZDF empfangen – wem Kenia also keine oder nur ungenügende Unterhaltung bietet, wird sich fernsehtechnisch zumindest nahe der Heimat wiederfinden.

Allein…alleine die Zeit scheint bei all diesen technischen Unterhaltungsgeräten die größte Rolle zu spielen. Ich nehme mir nicht mehr die Zeit, mich abends vor die Glotze zu hängen. Es bringt mir nichts, und langweiligt mich vielmehr.

Heute morgen kam ein Werbeflyer vom MediaMarkt ins Haus: DVD-Videorekorder mit eingebauter 160 GB Festplatte. Für 250,- EUR. Kann man sich kaufen, zu Hause aufstellen und all die Programme aufnehmen, die man sonst verpassen würde.

Tja. Was man so alles an schönen, interessanten und unterhaltsamen Dingen verpassen könnte. Was ich alles verpasst habe während meines Aufenthalts in Kenia. Ohne Fernseher. Ohne Internetradio. Ohne die neuesten Indyscheiben. Selbst die 10 Punkte Alben von Jan Wigger waren mir egal.

Es sagt sich immer so leicht: “Wir verzichten auf den Überfluss.”

Hier, in Deutschland, im Lande des Überfluss, habe ich noch keinen Nerv gehabt, all die vorgemerkten Internetfilmchen anzuschauen, die ich in Kenia an all den langweiligen Abenden mit lauter Musik von der Bar nebenan mangels einer gut funktionierenden Breitbandverbindung nicht anschauen konnte. Einzig diese knapp 50minütige documentary über die Entstehung des Monty Python Films “Life of Brian”, die letztens beim Spreeblick verlinkt waren, konnten mich aus der Reserve locken. Aber sonst?

Kenia ist ein faszinierends Land. Für mich ganz klar ein Teil der Heimat, eine gewohnte Umgebung, in der man trotzdem als Aussenstehender täglich neue Möglichkeiten entdeckt. Sicherlich mag es auch am angenehmeren Wetter liegen, welches dort eindeutig mehr Glücksgefühle hervorruft als die wolkenverhangenen, rauhen Tage hier, an denen einem in der Stadt nur traurige Gesichter entgegenkommen.

Ich muss immer an diesen einen Satz aus dem Film “Nirgendwo in Afrika” denken, als die Hauptdarstellerin zu ihrem Mann nach der Ankunft in Kenia in den 1930er Jahren sagt: “….es ist ja ganz nett hier, aber hier können wir doch nicht für immer bleiben!”. Anderen mag bei dem Satz “…aber hier leben?” wohl eher die Band Tocotronic einfallen.

“Home is where your heart is”, heißt es woanders. Ein gutes Zitat, immer wieder.
“Eigentlich scheissegal wo man lebt”, denke ich mir dann, ob nun in Dland, Kenia oder sonstwo. Hauptsache man lebt. Und dieses Gefühl, aktiv zu leben, täglich neuen Problemen und Konfrontationen ausgesetzt zu sein, für die man Lösungen finden oder sich selber anpassen muss – das habe ich bisweilen eher in Kenia gefunden als hierzulande.
“Boah, so könnte ich ja nicht leben”, entgegnete es mir letztens von einer Kommilitonin, als ich ihr vom Alltag in Embu erzählte. Nun, das ist aber die Realität. Und seltsamerweise erfüllt es mich mit mehr Zufriedenheit – trotz aller Umstände – als mich dieser von zu viel Polemik geprägten Welt hinzugeben und meinen Platz hierzulande zu finden.

Die für mich schönste Erkenntnis des letzten halben Jahres war, dass ich wieder gelernt habe, wie schön das Verreisen ist. Früher dachte ich immer, man müsse irgendwo ankommen, weil wir ständig unterwegs waren und ich nur noch Ruhe haben wollte. An einem Ort bleiben. Etwas aufbauen. Freundeskreis. Gewohnte Umgebung.
Und dann für viel Geld 2x im Jahr in die Sonne fliegen und Urlaub machen? No way.

“The journey is the destination”, heißt es bei meinem Vorbild Dan Eldon. Wahrscheinlich werde ich ewig unterwegs sein, geistig immer gleichzeitig in verschiedenen Welt leben, Schätze einsammeln und mit anderen teilen. Wahrscheinlich ist das meine destination.

Mittlerweile gibt es ja auch schon digitale Videorekorder im Internet. Für all die Dinge, die man sonst verpassen würde.

20th century ideology…

I’ve been thinking about this one comment I encountered during the job interview last week – and it still makes me feel uncomfortable.

“Why should I employ you and not a Kenyan with similar or even better qualifications to do the job?”, she had asked.

“Well, maybe because I can get things done where others might just relax and feel too superior for the grass root work…maybe because some guys who are earning enough money won’t feel the need to care about simple work…”

There is no logical argument. Of course there are Kenyans who are much more qualified for the job – but where are they? The other day, this head of programme in Nairobi told me his latest applicant had asked for a monthly salary of US-$ 3300. And are they also capaple of creating a website for the programme within 1 hour?
See? That’s my advantage. I created it last night – it works, it’s free and it suits its purpose. I am the backoffice-admin guy. I am your problem solver. But also someone who hits the marketing drums, and feels an urge to promote your technology to a wider audience.

“Don’t you think that when I pay someone EUR 4000 a month, he or she will do a better job and be just as serious as you? Don’t you think your remark is a bit too racist?”

This is the point when my lower jaw fell down.

Me? A racist? What????

“No”, I replied, “it isn’t a racist remark to say these things. I don’t make a difference in race but instead in the way people approach their work”.

Honestly, what are you supposed to answer if someone comes up with such accusations? It made me feel bad, and it hits me where it hurts the most.

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Racism….I’ve mentioned it earlier. Oh, on February 1st 2006? There you go….and the comments (still) speak for themselves.

This means that if you interviewed for a job, you might not get it, not because you are white but because the organization does not want to be perceived as favoring whites. In the US/Canada, they call this “reverse affirmative action” and there is a good example of it here.

Steve replied in a comment back then. And I agree. I also understand the motivation behind this approach and would probably have the same strategy if I was the head of programme. But I am not. I am a 31year old cosmopolitan who has lived in different worlds at the same time, has some key qualifications, and I know how to promote myself. If these organsiations are so much foccused on sustainability, well, let them do it their way. Even if they are spending Germany’s tax payer’s money – let them go ahead and employ locals for more sustainability. If this solves the problem, I am 100% ok with that.

But it doesn’t solve anything. Development aid still is a win-win business. And as such, everyone apparently tries to see where the benefit is. So why shouldn’t I try it as well?

I agree the unemployment rate is high and that may cause resentment on the Kenyan citizen if they perceive that he is getting the job just as when we are abroad and the economy of our host is not doing well, then there is high unemployment rate, the immigrant is the one who bears the scorn.

…Irene replied back then. And yes, even that is true. Btw, the unemployment rate in Germany as of January 2007 is about 10,2%, which equals in about 4,247 million people.

Back to racism. I had been thinking about broaching this issue some time ago and also chatted with sister Kui about it. While she grew up in the UK and is SUCH a mzungu :-), I also grew up in other parts of the world, far away from “home”. She advised me to handle this matter with the uttermost sensitivity, and I had meanwhile tried to ignore it. But then it just came back. I NEED to write it down and publish it here on my blog with my simple words…

Last year, Ngugi wa Thiong’o complained about this apparent racism in the USA, and while I 100% feel him on this issue, I also wonder about two things:

a) Bwana Ngugi, what did you expect of a country where some hiphop artists call themselves “Nigga”? What did you expect to find up there?

b) I wondered about racism in Kenya, and how white people are first of all regarded as white people before anything else. I wondered about this discrimination, and how one finds it among all (!) groups in Kenya. If you are white, you are different. You may have grown up there, you may speak the language, you may know more about Kenyan history than the average Kamau Njoroge from South B, you may know what it feels like to wake up with an empty stomach, you may know about the burdens your extended family has put on you, all these expectations, you may…just be as Kenyan as everyone else. But it doesn’t help. If you’re white, you are different. Sure, this prevailing picture quickly clears up once ppl get to know you better, but it is still there.

And then you, respected Ngugi wa Thiong’o, come to the US and complain about racism? What about the racism back home?

See? I am popularizing it in such a way, putting it in this cheap tit-for-tat response because when I – as a German – go to Kenya and complain about racism, I am afraid of stiring up dust which only generates more hatred. I am afraid of provoking yet another discussion whereas most readers of my blog are smart enough to know that there’s no difference among human beings except maybe for their level of intellect and what kind of chances & knowledge they were given while growing up.

Racism is soooo 20th century. Let’s leave it there.

the keyword dilemma

Mbuzimoja asked me about some present figures on the water & sanitation situation in Nairobi, so I took this opportunity to superficially scan all those various pdfs, docs and xls files I had gathered on my computer for any information which might help her on her current project.

“Linking sustainability with demand, gender and poverty”, it said on one document.

Ati??!

Maybe I am just way tooooo simple and naive, but whenever I open a document where I read keywords such as MDGs, sustainability, gender, poverty, Worldbank, UN, UNxxx, stakeholders, policy, NGO, framework, indicators, capacity building, community, etc. etc. – I scratch my head and wonder about:

a) who’s supposed to actually read all these papers? *yawn*
b) does the production of these papers with the theoretical outlining change anything in affected areas?
c) what do the authors feel about their work?
d) how come no one complains about all these keywords if, in reality, maybe about half of the world’s population doesn’t even know what sustainability actually means?

Sure, it’s good to have a plan and/or a strategy, but real change – in my opinion – comes with actions. Think of Wangari Muta Maathai and you get the picture. Did she ever require sexy keywords to get her message across although she’s dealing with different stakeholders on different levels? No.

I had this professaaa in universitiy who used to be the Senior Advisor to Martha Karua when the latter one was still in charge @ Maji House, and I once told her straightforward that I just couldn’t stand all these theoretical models on how to tackle environmental issues. In this complex world, where problems relate to each other and address different levels, there’s no holistic model which could explain everything. Instead, I think, we already know what to do (like Wangari did) and just start somewhere. After all, actions speak louder than words. But then, the culture of debating issues and elaborating various plans is something, some folks in Kenya have brought to perfection.

Point is: development aid is a business. And so are these useless, keyword-enriched papers whose only purpose is to keep the money flowing.

I urgently need my own business. Yeah, now that’s my dream :-)

p.s.: i am currently dreaming about a business plan that comes without any sexy keywords. something simple that instantly sells to investors…

things I didn’t buy…(part 2)

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The ultimate USB flashstick for my soccer-mad freaks (Daudi? :-)

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Daaamn, I was soooo close to buying one of these “men’s accessories” a.k.a. fake magnetic earrings. Hahahaaha….oh well….

(to be continued…)

AOB:

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Ok, now, serirously: what they lack here in Germany is DECENT MUSIC on the radio. You hear me? DECENT! Which means anything but Eros Rammazotti or German Pop or all this other crap as played on the radio. I just can’t stand it.

So the other day, they were playing Johnny Cash on the radio. Listening to Johnny Cash is like eating those Cheese Burgers at Java House. You just wish it never stops..

Tell u what: here in Norddeutschland, the ONLY station you can tune into is the one of the British Forces (British Forced Broadcasting Service, BFBS).

John Peel, pls come back & bless us with “something I haven’t heard before”.
Thx.

@Ban Ki-moon

“African envoys in Kenya have accused Western nations of using runaway insecurity as an excuse to relocate Unep office from Nairobi.” (source)

Articles like this one make me think that the UNEP is just another institution “donated” to an African country. As if the UNEP “belongs” to the western world. UNITED Nations?

My 2cents advice to Bwana Ban Ki-moon, the newly appointed S-G of the UN:

To improve productivity within the UN and, as a side-effect, thereby getting rid of some corrupted employees, how about the de-installation of all default computer games such as Solitaire, Minesweeper & Co.?

Why? Because there ARE those folks at this huge UN thingy who are just wasting time and our money. And you know it.