…wird mit dem Schlagstock auf das Ziel eingeschlagen.
Wie beim Tennis.
…wird mit dem Schlagstock auf das Ziel eingeschlagen.
Wie beim Tennis.
We had an interested reader over @ Afrigadget.com writing in the other day, who’s based in Juba, Sudan, and was inquiring about low cost, low tech, low maintenance recycling concepts for *plastic* bottles (PET). At best, I am afraid, we could only tell him about recycling companies already active in East Africa (especially Kenya) and direct him to the CD3WD, compiled by Alex Weir.
Now, when I moved back to Germany last year, some readers asked me to blog about what this place is all about. While I think a generalization isn’t possible, some interesting details or even local *peculiarities* may become visible while reading between the lines – or just by going shopping. In fact, I’ve just come home from the weekly food-organizing-tour at our local supermarket here and was reminded of this special PET-deposit system I’d like to tell you about. Call it bridge blogging, if you will:
From what I’ve read on Wikipedia, some Scandinavian countries are said to have started this deposit system in the first place, with Germany introducing it during the early 1980s as well. What I am talking about is a “container deposit legislation”, or Einwegpfand as we call it in German.

aluminium cans, glass and PET bottles – did you know that these alu cans consist of two different aluminium qualities? recycling them downcycles them to the lower quality….
Here in Germany, this was only valid for glass bottles and special high-density plastic bottles that could be cleaned and reused. Then in 2003, they changed this legalisation to apply to a much bigger range of bottles. Even simple (= thin) PET bottles and – most importantly – cans made of aluminium are now subject to a deposit. So while shopping for my favourite beer brand aka the cheapest available beer in Germany (0,29 EUR / 0,5l :-), I do pay an extra charge of 0,25 EUR which I am then refunded while returning the empty bottle/can using this machine:

A reverse vending machine, made by the Norwegian company TOMRA. Such machines are installed in most supermarkets in Germany these days… (more)
The interesting part about this system is that most Germans are in fact good at collecting and sorting *waste* and then returning the containers to any supermarket. And while some ppl still claim the lack of decent data on this, the system obviously works. It’s also lots of fun putting these empty bottles in the slot where they are then analyzed (a barcode scanner checks for the UPC code), sorted (alu & plastics) and imediately crushed and compacted.
According to McDonough/Braungart, there’s “no such thing as waste” in an ideal world, but these systems just help to preserve the environment a bit and provide raw material for further recycling – but not upcycling! Still, better than nothing.
Now let’s hope that someone at NEMA will come up with a proposal to introduce a deposit on batteries in Kenya. 2 bob on each battery sold could maybe be enough incentive to make ppl fetch their old batteries from the taka taka pile on their shamba and return them. There may not be a 100% closing-the-loop concept on batteries or other nasty products so far, but it would at least help preserving the environment. All it takes is the right political framerwork, any maybe also some initial funding for the clean-up phase for older batteries that were sold without a deposit. A low charge as a deposit may be better than the long-term environmental damage these batteries create.
I believe that if you can’t change people and their behaviour, give them the right products and/or a financial incentive to contribute to this process. Same applies to public toilets btw but that’s another story.
Why? Because it took this legalisation for people to return their plastic bottles and aluminium bottles which in the past were only collected, burnt and deposited on a landfill. Many customers of course were upset at this extra work, but then – due to their assiduous German nature :-) – just accepted it and turned it into a success.
zur Erinnerung an die Wahl am kommenden Sonntag, anbei ein Video in zwei Teilen mit dem Spitzenkandidaten der PARTEI (HH):
[youtube -EUfEQfUh7I nolink]
[youtube 2mSiwrMpPYU nolink]

Mein Lieblingspunkt aus dem Regierungsprogramm: “Die Partei bekennt: Hamburg ist eine Stadt in Europa und Zentrum der Gegend um Hamburg.”
*i endorse Heinz Strunk ’08* :-)
Forsty, unser ehemalige Geo- und Englischlehrer mit langjähriger Safarierfahrung, schrieb letzte Woche aus Mali:
Mir wurde z.B. klar, dass ich eine gewisse Hektik sogar auf meinen Reisen in Afrika nicht ablegen kann. Ich bin z.T., übertrieben ausgedrückt, ein ‘Lonely Planet Sklave’, dem es hauptsächlich darum geht, wie er von A nach B kommt, vom bedeutsamen Wochenmarkt zu Weltkulturerbegebäuden. Dass sich zwischen A und B tolles, authentisches afrikanisches Leben abspielt, wird dabei völlig vergessen.
Die Spanierin, auf deren Visitenkarte “Monica – Traveller” steht, hat mir während der gemeinsamen Pinassenfahrt ein wenig die Augen geöffnet.
Sie reist hauptsächlich nach Straßenkarte, zu Orten, die ihr vom Namen oder der Lage her gefallen und benutzt den Reiseführer überwiegend, um sich über Transport- und Unterkunftsmöglichkeiten zu informieren.
Dieses Zitat hier in meinem Blog, weil ich mir vor ca. einem Jahr einen ähnlichen “Vorwurf” gefallen lassen musste. Reisen als Beschäftigung und ohne ein örtliches Ankommen? Wo, oder besser: was ist das Ziel?
Gute Reiseberichte kann man sicherlich auch daheim schreiben (und an dieser Stelle vielleicht der Hinweis, dass der von mir überaus geschätze und letztes Jahr leider verstorbene Ryszard Kapuscinski seine meisten Bücher auch erst zu Hause zusammenschrieb). Reisen als Solches habe ich für mich noch nie als ein Abklappern von Sehenswürdigkeiten empfunden, aber es beinhaltete für mich auch immer ein Ankommen an einem Ziel. Ziellos durch die Gegend fahren und Erfahrungen zu sammeln – das widerstrebt meinem Naturell und meiner – ich nenne es – “afrikanischen Effizienz”. So wie ich auch über die vielen Autos staune, in denen nur eine Person von A nach B reist (= ungenutzte Kapazitäten).
Freilich, ein solches Herumtreiben muss man sich leisten können – finanziell und karrieretechnisch. Ein Herumreisen muss für mein Verständnis aber vor allem mental, im Kopf stattfinden. Der örtliche Transfer, der oft kurzweilige Aufenthalt an einem anderen Ort bedeutet nichts, sofern es keine Bereitschaft oder Möglichkeit zur intensiven Wahrnehmung der neuen Umgebung gibt. Und das geht vor allem über die anderen Menschen, da die subjektive Wahrnehmung alleine meiner Meinung nach zu einem einseitigen, zu verfältschen Eindruck führt.
Wäre ich Journalist, würde ich sicherlich nur über Technik schreiben wollen. Abstrakte Zustände und Gegenheiten, deren breite Attraktivität nur in der Benutzung durch Menschen ensteht (~ siehe auch: was ist so toll am iPhone? => die einmalige Benutzerführung / UI, user interface).
Als Blogger habe ich diese Vorgaben alle nicht und kann schreiben, was und wie es mir passt. Dass es dann teilweise zu Vorwürfen kommt, weil man ständig Gefahr läuft, Dinge oder Zustände zu Verallgemeinern oder zu übertreiben, ist das schöne Risiko dabei. Schön, weil es zu mehr Kommunikation mit den Lesern verhilft und teilweise rhetorisch gewollt ist.
Forsty habe ich übrigens letztens nahegelegt, für seine nächste Reise ein Blog einzurichten. Und da er überaus interessant und alltäglich schreibt, wird sich das sicherlich auch sehr lohnen.
Für meine nächste Reise bzw. lokalen Bericht habe ich mir vorgenommen, noch mehr auf die Sichtweise anderer einzugehen und entsprechend mehr aus ihrem Leben zu berichten. Gestern frug ich zB meinen einen Arbeitskollegen, der letztes Wochenende bei der Africasan (Water & Sanitation Conference) in Durban (SA) war, wie er es denn gefunden hätte. Seine Antwort: “Außer dem Hotel, dem Tagungsort und dem Flughafen habe ich nicht so viel mitbekommen vom Land…”.
Wie gut, dass ich dann nicht mitgefahren bin (obwohl ich da ursprünglich unbedingt hinwollte und auch das Angebot hatte, mitzufahren…).
AOB: bei mir gibts heute Tortellini mit Mais-Schmand-helle-Sauce + Trockenpetersilie ausm Glas. Ein weiteres 15 Minuten Gericht für wenig Geld (ca. 2,50 EUR).

Dieses Geschirr is der Burner….
Weil mir Ole am Sonntag abend Rocker gezeigt hatte – einen ganz wunderbaren Film aus Hamburg von 1971:
[youtube JDBQJw53Q64]
AOB: Interview mit Gladwell Otieno von TI im SPON über die angespannte Lage in Kenia.
Hier jetzt mal etwas ganz anderes, nämlich eine *Wie-geht-das?*-Anleitung für meine Mum und andere (ältere) Freunde, die neben dem Internet immer noch gerne in der Papierausgabe ihrer Lieblingszeitung stöbern.
Eines auch gleich vorweg: es gibt im Internet viele Möglichkeiten, um an Informationen heranzukommen. Diese Anleitung ist nicht all-umfassend und sicherlich auch nicht der beste Weg, aber dafür meiner Meinung nach relativ zukunftssicher…
Die Stadt Frankfurt am Main mag nicht jedermans Wunschstadt und sicherlich für viele auf den ersten Blick abschreckend sein. Für mich ist FFM nach den drei Jahren von 1996-99 und jetzt das halbe Jahr seit Juni 2007 trotzdem ein Ort, der mir vertraut ist und an den ich immer wieder gerne zurückkehre. Kurz: ich fühle mich hier wohl.
Natürlich kann man FFM nicht mit Berlin vergleichen – die U-Bahnen fahren nur bis 1:30 Uhr – und nachts ist Frankfurt wie ausgestorben. Ebenso hat sie auch nicht den hanseatischen Flair wie Hamburchhh (meiner Geburtsstadt), die gemütlichen Fahrradwege wie Bremen oder Freiburg, die breiten Paradestraßen wie Minga oder gar dieses Golf-1-Cabrio-Flair wie Düsseldorf (to name a few – in diesen Städten habe ich mich zumindest mal länger aufgehalten).
In Frankfurt fallen einem Neuankömmling sicherlich erstmal die zahlreichen Trinkhallen auf, sowie diverse Obdachlose, die irgendwo ihr Henniger auf einer Bank zischen oder beim Hugendubel in Eingang schlafen. Und ja, Frankfurt ist eine krasse Stadt des Konsums, es gibt hier viele Neureiche oder solche, die sich gerne als solche ausgeben möchten. Die Zeil als Einkaufsstraße ist in der Zeit von Freitag mittag bis Sonntag übervölkert; auf der “Fressgass” gibt es während der Sommerfeste zahlreiche Blender aus der einströmenden Landbevölkerung, die ihren “style” zur Schau stellen wollen; selbst jetzt noch in 2007 erlebt man täglich Assis mit ihrer göttlichen Bewahrung des Dativs und irgendwelcher Zischlaute, deren Ursprung sicherlich im Türkischen oder Jugoslawischen zu finden ist (“Aldem, hab isch dem gemacht, weissu?”); die Eintracht kickt noch immer und freut sich über den ewigen Verlierer Offenbach (aber Offenbach geht auch echt garrrr nich!) und über allem schwebt ein Hauch von Hessen mit den üblichen Verdächtigen (Hessisch, Apfelwein, Handkäs).

Jedoch: ich mag es hier.
Ich könnte jetzt auch noch diverse andere Dinge aufzählen, Goethe und sein Geburtshaus in der Innenstadt nennen; auf die ganzen Banken und seltsamen Leutchen in ihren schwarzen Anzügen eingehen, die morgens in ihre Büros huschen und mit dem Geld anderer Leute herumspielen; die vielen Museen am Mainufer aufzählen, die damals unter Hilmar Hoffmann gefördert wurden; den Hinweis, dass FFM “provinziell” ist (was nicht nur am Zusammenschluss einzelner Vororte liegt, die irgendwie alle auf -heim enden…); auf die vielen häßlichen Bauten im Mietskasernenstil, die von einem Hanseaten wie mir eher müde und abwertend belächelt werden (hey, Bremen hat wirklich schönere Häuser); oder gar den Ausländeranteil in der Stadt erwähnen, der in 2002 offiziell bei sagenhaften 27,6% lag (und inoffiziell sicherlich noch viel höher ist, nämlich zwischen 35-37%, gefühlt jedoch bei 60%).
Nein, Frankfurt ist deshalb schön, weil einem hier nachts selbst in der Stadt noch irgendwelche Viecher begegnen, die ich selbst in den letzten fünf Jahren aufm Land in der Lüneburger Heide bei den Spaziergängen im Wald nicht wahrgenommen habe: Mäuse, Ratten, Kanninchen.
“Home is where your heart is”. Lange habe ich mich gefragt, in welcher Stadt ich gerne leben würde, wenn ich sie mir aussuchen könnte. Diese Hassliebe, die ich zu Frankfurt pflege, rückt die Stadt auf einen dieser Plätze der lebenswerten Orte. Für mich ist diese Stadt mittleweile ein Teil meines Heimatbegriffs geworden.
Ein liebenswerter Artikel von Gerhard Augustin über…sich selbst…der heute auf der einestages website erschienen ist. einestages möchte das “kollektive Gedächtnis unserer Gesellschaft” sein – für mein Verständnis die Neon-Erweiterung des SPON mit ebenfalls moderierten Beiträgen.
Ich finde es auch immer wieder sehr schön zu sehen, welche Meilensteine der deutschen Kulturlandschaft zumindest zuerst bei RadioBremen gefördert wurden. Aus Deutschlands kleinstem Bundesland kamen zumindest öfter mal gute Impulse, auch wenn GA in einem taz-Interview selber sagt: “Der Prinz, der Bremen wirklich wachküsst, muss erst noch geboren werden.”? Tja.