Aluta continua…

Irgendwie hat mir die Thematik keine Ruhe gelassen, zumal ich mich auch grad an diesem wunderbaren Punkt im Leben befinde, an dem ich mir die Freiheit rausnehmen möchte, meinen eigenen Weg zu gehen. Ich passe nicht in diese Leistungsgesellschaft, die so komplett an meinen Idealen vorbeilebt und ganz andere Dinge idealisiert, die mir höchst zuwider sind. Die Domain dieser Website heißt nicht ohne Grund Uhuru (=Freiheit), und wenn Ihr vielleicht glaubt, dass ich ein hoffnungsloser Idealist bin, dann ist mir das egal.

dbstehengeblieben_kl.jpg
(mein neuer Beitrag für die Gegenaktion zur DBD-Kampagne auf Flickr)

Egal ist mir aber nicht, welche Rolle Deutschland im 21. Jahrhundert spielt, weil ich die Hälfte meines Lebens im Ausland aufgewachsen bin und mich langsam damit angefreundet habe, dass dieses Land doch ein Teil meiner Heimat ist. In der Politik wird ständig nur nach der Finanzierungsmöglichkeit gefragt, aber selten gibt es mal einen breiten Diskurs über die richtungsweisenden Dinge in der Gesellschaft. Eine Diskussion über die für dieses Land wichtigen Ziele, die uns als Gesellschaft von innen heraus stärker machen (~Bildungs-, Familien-, Umwelt- und Gesundheitspolitik) und Deutschland seinen Platz geben, den es schon so lange sucht. Seinen Platz auf dieser Welt, in Europa, mit der ganzen Vergangenheit und einer friedlichen und innovativen Zukunft.  Ich bin für eine öko-effektive Politk, für ein Weiterkommen aller Interessengruppen, für eine breite Demokratie und für engagierte, aufrichtige, einander liebende Menschen in diesem Lande.
Mit meinem visuellen Beitrag zur DBD-Gegenkampagne möchte ich vor allem darauf hinweisen, dass wir in diesem Land durch eine bessere Fragestellung die Richtung ändern können, und nicht immer nur die Symptome bekämpfen dürfen. Wie wollen wir in Zukunft leben?

2 comments » Write a comment

  1. Hallo JKE,
    ich hab über Cedrics Blog hierher gefunden. Mit ihm hab ich auch schon über die Kampagne diskutiert. Ich find die nämlich nicht so schlecht wie anscheinend alle anderen hier. Vor weg ich bin Christ und politisch interessiert. Vielleicht nicht so weit links angesiedelt, aber egal.

    Komisch, dass die Gegenkampagne im letzten Satz genau das aussagt, was die so kritisierte auch teilweise sagt: Wir verkennen unser Potential! Es ist typisch deutsch, jemand versucht etwas zu unternehmen und weil es nicht jedem gefällt startet man eine Gegenkampagne. Genau diese arbeitet vor allem mit negativ Bildern (ja, ich hab mir einige angeschaut). Also das es unserem Land nicht mehr so gut geht, dass hat inzwischen auch der letzte begriffen. Soweit ich geschichtlich weiss, wären wir heute nicht immer noch eine der führenden Industrienationen, wenn die Leute nach dem 2. WK nur gesagt hätten: Alles am Ende, kein Sozialsystem, wer weiss wie lang der Aufbau dauert…. Nein, die haben gesagt, wir bauen unser Land wieder auf! Die haben zusammen gehalten. Das ist genau das, was uns heute fehlt, Gemeinschaft in der Gesellschaft. Jeder denkt nur an sich. Wenn die Menschen aber mehr zusammen halten und wieder miteinander für unser Land arbeiten, dann können auch die sozialen Probleme besser angepackt werden. Hast du mal gelesen, welche Initiativen vorgestellt werden, bei denen man mitmachen kann? Caritas und Amnesty nur mal als Beispiele.

    Ich versteh die frustrierten Arbeitslosen, die nichts finden und irgendwann aufgeben. Aber auch die sollten nicht in ihrer Couch vor dem Fernseher gammeln sondern können trotzdem sich z.B. in sozialen Projekten engagieren. Genau dazu ruft die Kampagne auch auf. Dem Land und seinen Menschen zu helfen.
    Wenn ihr euch hier nur teilweise zu Haus fühlt, versteh ich das. Aber ich bin hier wirklich zu Hause. Meine ganzen 26 Jahre und ich liebe dieses Land mit allen (zahlreichen) Ecken und Kanten. Vielleicht etwas sehr triefend patriotisch, aber was solls.

    Gruß Alex