Wieso ich meine gebrauchten Dell Latitude Notebooks mag

Dell Lati­tu­de E7440 und E7240

Wer in 2019 ein gutes Note­book* für zu Hau­se, für die Kin­der oder als pri­va­tes Zweit­ge­rät sucht, schaut sicher­lich bei den gro­ßen Händ­lern online und bekommt dann inter­es­san­te, moder­ne Gerä­te mit rela­tiv lan­ger Akku­lauf­zeit, ein­fa­chem Pro­zes­sor, schö­nem IPS-Dis­play und ein paar Anschlüs­sen ange­bo­ten. Meis­tens star­ten die Ange­bo­te für sol­che neu­en Note­books bei 400 EUR, und die Aus­wahl (und die Ver­wir­rung) ist online sicher­lich noch grö­ßer als bei den gro­ßen Elek­tro­märk­ten in der Innen­stadt und den Ein­kaufs­zen­tren. Mich regt das immer etwas auf, weil ich bei dem The­ma “Lap­top­kauf” etwas lei­den­schaft­lich unter­wegs bin und hier daher end­lich mal eini­ges von dem auf­schrei­ben möch­te, was mir bei dem The­ma so in den Sinn kommt.

tl;dr, die Kurz­ver­si­on: Statt neu­er Laptops/Notebooks* mit gerin­ger Aus­stat­tung emp­feh­le ich für den Pri­vat­ge­brauch gebrauch­te Busi­ness-Note­books wie die Model­le Dell Lati­tu­de E7440, E5450, E5470 und HP Eli­te­Book 8470p.

13″ / 14″ Bildschirmgröße

Als brauch­bar und üblich hat sich inzwi­schen eine Grö­ße von 13 bis 14 Zoll ein­ge­bür­gert — grö­ße­re Gerä­te emp­fin­de ich als nicht mehr so mobil. Am Ende ist es aus mei­ner Sicht aber egal, ob man 1,4 , 1,9 oder 2,4kg mit­schleppt. Rich­tig “sexy” sind die moder­nen Note­books für mich vor allem dann, wenn auch das Lade­ge­rät nicht all zu groß ist und dann eher mit­ge­nom­men wird. Vie­le neu­en Gerä­te in die­ser neu­en Bau­art (sie­he unten) kom­men auch mit klei­ne­ren Netz­tei­len, die nicht mehr so viel Platz weg­neh­men (und lei­der auch kei­nen Schu­ko-Ste­cker haben). Schluss­end­lich kommt es aber auf den Ein­satz­zweck an und nicht jedes Note­book  wird täg­lich mobil ein­ge­setzt. Inter­es­sant und wich­tig fin­de ich an die­sen moder­nen Gerä­ten vor allem den (lei­der oft spie­geln­den) IPS-Bild­schirm (~ gute Far­ben, bes­se­re Blick­win­kel), ein gutes Touch­pad, die Qua­li­tät der Tas­ta­tur und natür­lich eine län­ge­re Akku­lauf­zeit. Die­se fla­chen, manch­mal tablet-arti­gen Gerä­te der Her­stel­ler Hua­wei, Medi­on, Xiao­mi, Acer und Leno­vo wer­den oft als Alter­na­ti­ve zu den doch sehr teu­ren Apple Mac­Books ange­bo­ten, und sie sind auch nicht ver­kehrt. Wäre mein Ein­satz­zweck für das Note­book nur mobi­ler Natur, wür­de ich mich wohl auch für so ein Gerät begeis­tern können.

Consumer vs. Business Notebooks

Kaput­te Hand­bal­len­ab­la­ge beim E7240: Natür­lich kann man die auch erset­zen, aber so hat es doch mehr Charme.

Ich wer­de öfter gefragt, wel­ches Note­book man für “sur­fen und Office” zu Hau­se ver­wen­den soll, und in 2018 habe ich je nach Ein­satz­zweck vor allem immer das HP Eli­te­Book 8470p Note­book emp­foh­len, das zwar ein mas­si­ves, soli­des Stück Hard­ware ist und nicht den bes­ten Bild­schirm hat (Test­be­richt, es emp­fiehlt sich der “HD+” Bild­schirm mit 1600x900er Auf­lö­sung), dafür aber unka­putt­bar erscheint und ein­fach soli­de durch­läuft. Gera­de für den sta­tio­nä­ren (Dauer)Betrieb ist das Gerät ide­al, dazu kos­tet es gera­de mal 120–200 EUR (je nach Aus­stat­tung). Im Zeit­raum Herbst 2016 bis Herbst 2018 emp­fand ich die Prei­se für SSD-Fest­plat­ten als sehr gleich­blei­bend, so dass es auch Sinn mach­te, gebrauch­te HP 8470p mit bereits ver­bau­ter SSD zu kau­fen. Mitt­ler­wei­le gibt es die ein­fa­chen King­s­ton A400 SSD mit 128 GB teil­wei­se schon für unter 20 EUR, da kann man die dann auch ruhig neu­kau­fen. Die­ses HP Eli­te­Book ist ein Note­book aus dem Busi­ness­be­reich. Bei der Ein­füh­rung der Eli­te­Book-Rei­he vor eini­gen Jah­ren hat­te HP in Japan damit gewor­ben, dass sich schwe­re Sumo-Rin­ger auf das Gerät stel­len oder Autos drü­ber­fah­ren. Im direk­ten Ver­gleich Dell Lati­tu­de, HP Eli­te­Book und Leno­vo Think­Pad fin­de ich die HP Eli­te­books aus die­ser Bau­rei­he (also HP 8460p, 8470p — nicht die 840 G1-G4!) gene­rell betrach­tet am sta­bils­ten verarbeitet.

Gebraucht ist besser

Stich­wort “gebraucht kau­fen” und damit zum eigent­li­chen Zweck die­ses Blog­posts: Bis auf iPho­ne und iPad kau­fe ich Hard­ware immer nur gebraucht. Es ist all­ge­mein bekannt, dass es gera­de im Bereich der Notebooks/Laptops sog. Con­su­mer (Ver­brau­cher) und Busi­ness (Geschäfts) Gerä­te gibt. Die Con­su­m­er­ge­rä­te erschei­nen auf eine begrenz­te Lebens­dau­er (iHv 3 Jah­ren) aus­ge­legt zu sein, die Busi­ness­note­books dage­gen auf einen län­ge­ren Zeit­raum (5 Jah­re und mehr). Man muss nur mal in die Shops online schau­en, dann sieht man sehr schön, dass vie­le Con­su­m­er­ge­rä­te tol­le Neue­run­gen und eini­ge inter­es­san­te Gim­micks ver­baut haben. Busi­ness­note­books dage­gen erschei­nen oft alt­mo­disch und lang­wei­lig. Es gibt sie oft nur direkt vom Her­stel­ler oder in spe­zi­el­len Läden, ansons­ten eben auch gebraucht. So bekommt man in den gro­ßen Elek­tro­märk­ten oft nur Con­su­m­er­ge­rä­te ange­bo­ten. Wer dort schaut, sieht die vie­len Con­su­m­er­ge­rä­te und dane­ben die Alu­din­ger von Apple. Kein Wun­der also, dass die gan­ze Welt scharf auf die­se Apple Gerä­te ist. Aber mitt­ler­wei­le gibt es auch eini­ge inter­es­san­te Con­su­m­er­ge­rä­te im Alugehäuse.

Busi­ness­note­books wer­den oft zen­tral ein­ge­kauft, über­zeu­gen eher durch ande­re Wer­te. Sie wer­den oft nur auf Bestel­lung pro­du­ziert und manch­mal hat man Glück, dass so ein “zuviel bestell­tes” Gerät an den Her­stel­ler zurück­ge­schickt wird. So kam ich sei­ner­zeit güns­ti­ger an mein Dell Note­book. Der selbst­stän­di­ge Ent­wick­ler mit genau­en Ansprü­chen erscheint da eher als klei­ne Aus­nah­me, aber auch von ihnen bestel­len vie­le direkt beim Her­stel­ler (weil sie es steu­er­lich anders ver­wen­den kön­nen usw.).

Wer bei eBay nach gebrauch­ten Ersatz­tei­len schaut, fin­det meis­tens nur Bau­tei­le für Busi­ness Note­books. Das liegt nicht nur an der bes­se­ren Ver­ar­bei­tung der Bau­tei­le, son­dern weil vie­le Con­su­mer­note­books frü­her oft in Kunst­stoff­ge­häu­sen ver­baut waren, die schnel­ler kaputt gehen und eine Repa­ra­tur nicht so loh­nens­wert erscheint. Die meis­ten Busi­ness­note­books dage­gen kom­men in sta­bi­len Metall­ge­häu­sen. Ich wür­de es viel­leicht mit einem guten VW Pas­sat oder gar einer Mer­ce­des S‑Klasse ver­glei­chen: Die kann man auch gut gebraucht kau­fen, wäh­rend ande­re Mar­ken eher nur im Neu­zu­stand Ver­trau­en erwe­cken (dabei genau­so gut sein kön­nen). Natür­lich kommt es auf den Ein­satz­zweck und die Pfle­ge an. Ein gutes Con­su­m­er­ge­rät kann auch ewig hal­ten und ein­fach nur gut funk­tio­nie­ren. Beim Gehäu­se trennt sich aber oft die Spreu vom Wei­zen, wobei jetzt in 2019 die Gren­zen immer mehr zu ver­schwim­men dro­hen und sol­che alt­mo­di­schen Leu­te wie ich dann nach sta­bi­len Gerä­ten suchen, die man auch mehr­fach aus­ein­an­der­schrau­ben und damit bes­ser repa­rie­ren bzw. auf­ar­bei­ten kann. Pro­ble­ma­tisch ist auch, dass die klei­nen Schrau­ben in den oft­mals ver­wen­de­ten Kunst­stoff­ge­häu­sen nur dann hal­ten, wenn sie als Gegen­ge­win­de klei­ne Mes­sing­mut­tern bekom­men, die ins Kunst­stoff­ge­häu­se ein­ge­presst wer­den. Ein­mal zu stark an der Schrau­be gedreht, bricht die­se Mut­ter aus dem Gehäu­se und das Gerät lässt sich an der Stel­le nicht mehr zusam­men­schrau­ben. Und ein hin­ge­fal­le­nes Gerät mit Kunst­stoff­ge­häu­se bricht auch ger­ne mal aus­ein­an­der. Ich habe es auch oft erlebt, dass die Leu­te die­se teil­de­fek­ten Gerä­te dann ein­fach ent­sor­gen und sich ein neu­es Gerät kau­fen. Gar nicht lan­ge nach­den­ken und damit Zeit ver­schwen­den. Oder viel­leicht bin ich nur zu igno­rant und habe mei­ne Fil­ter bei eBay so gesetzt, dass ich nur Busi­ness-Note­books im Ange­bot sehe, weil mich der Kunst­stoffschrott gar nicht interessiert.

defektes Display E7240

Hier woll­te ich Geld spa­ren und schau­en, wie weit ich den Bild­schirm auch so repa­rie­ren kann. Man kann den tat­säch­lich zer­le­gen, alle Foli­en rei­ni­gen und dann in der rich­ti­gen Rei­hen­fol­ge zusam­men­bau­en. Das o.g. Foto ist so ein Vor­her-Nach­her-Ver­gleich, aber danach habe ich den Bild­schirm noch­mal zer­legt und noch­mal gerei­nigt. Schluss­end­lich habe ich aber rich­tig Geld inves­tiert und in Chi­na bei Ali­ex­press ein IPS-Dis­play gekauft, das es sonst nir­gend­wo gibt.

Bevor HP und Dell in den letz­ten 10 Jah­ren auf­ho­len konn­ten (HP auch nur durch den Zukauf von Com­paq), waren IBM Think­Pads ver­mut­lich DIE Sti­li­ko­ne für den sta­bi­len Busi­ness­lap­top, mit ange­neh­mer Tas­ta­tur und Mauser­satz­nip­pel­chen (Touch­stick) in der Tas­ta­tur. Ich emp­fin­de die meis­ten Think­Pads dage­gen als eher ungut, und das nicht erst seit­dem die Bau­rei­he von den Chi­ne­sen auf­ge­kauft und in Leno­vo inte­griert wur­de. Bei den frü­he­ren Think­Pads moch­te ich immer den ther­mi­schen Auf­bau, also die Luft­an­sau­gung an der Gehäu­se­sei­te. Das liegt dar­an, dass ich frü­her immer nach Gerä­ten geschaut habe, die auch im hei­ßen Wüs­ten­kli­ma funk­tio­nie­ren und nicht so über­hit­zen. Mitt­ler­wei­le ist das Ther­mal Design Power so opti­miert, dass sich die Fra­ge nach der Über­hit­zung nicht mehr so stellt und selbst Leno­vo mitt­ler­wei­le die Luft­an­sau­gung auch auf die Gerä­te­un­ter­sei­te ver­legt hat. Die Think­pads von Leno­vo sind nicht mehr so gut wie die IBM Think­pads, aber auch nicht so schlecht wie man das viel­leicht anneh­men könn­te. Trotz­dem, ich bevor­zu­ge ande­re Gerä­te und zwar aus fol­gen­dem Grund.

Die Bauweise

Ein Trend, der mir immer böse auf­stößt und den ich noch immer als falsch emp­fin­de, auch wenn er ver­mut­lich in der Lebens­dau­er der aktu­el­len Hard­ware eher eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le spielt: Vie­le moder­nen Note­books, gera­de als es vor ein paar Jah­ren mit die­sen “Ultra­books” anfing (das ist eine Spe­zi­fi­ka­ti­on, wie ein Note­book mit Low­Vol­ta­ge Pro­zes­sor von Intel aus­zu­se­hen hat), sind mitt­ler­wei­le kom­plett anders kon­stru­iert. Frü­her war es — auch bei den Con­su­m­er­ge­rä­ten — oft so, dass es eine Art Mit­tel­ge­häu­se gab, in das von unten oder oben die Haupt­pla­ti­ne ein­ge­schraubt war. Auf die­ses Mit­tel­teil (so eine Art Ske­lett) kam dann von unten und oben meist ein geschlos­se­nes Gehäu­se. Unten dann noch klei­ne Ser­vice­klap­pen für die aus­tausch­ba­ren Bau­tei­le wie den Arbeits­spei­cher, die Fest­plat­te oder den Akku; von oben die Tas­ta­tur, die man so auch aus­tau­schen konn­te. Dann fing es vor ca. 12 Jah­ren mit Sony an, die bei ihren schrot­ti­gen Vaio Lap­tops mit Kunst­stoff­ge­häu­se eine Art Ober­scha­le mit fest ver­bau­ter Tas­ta­tur ver­wen­det haben, und auf die­sen Ober­de­ckel wur­de dann oft nur die Pla­ti­ne und alle ande­ren losen Bau­tei­le gegen­ge­schraubt. Von unten gab es dann noch einen mehr oder weni­ger sta­bi­len Deckel und wenn man den (17″ gro­ßen Sony Vaio) Lap­top dann nur an einer Ecke belas­tet hat, konn­te die Pla­ti­ne manch­mal Scha­den neh­men (= sich ver­bie­gen, Bau­tei­le lösen sich, Löt­punk­te bre­chen auf usw.). Genau die­se Bau­art mit dem “Ober­de­ckel, an den alles von unten ange­schraubt wird” haben die meis­ten Her­stel­ler in den letz­ten bei­den Jah­ren für ihre Note­books auch über­nom­men, weil man dadurch viel fla­che­re Gerä­te bau­en kann! Aus mei­ner Sicht macht das alles nur bei Apple Mac­Books mit Uni­bo­dy Sinn (oder viel­leicht bei den Alu­ge­häu­sen der Nach­bau­ten von Acer, Hua­wei und mitt­ler­wei­le auch HP), und selbst die­se Gerä­te sind doof, weil die Tas­ta­tu­ren in den Mac­Books Gehäu­sen fest ver­schweißt sind. “Mal eben” die Tas­ta­tur wech­seln ist da also nicht. Dafür ist der Ober­de­ckel dort eini­ger­ma­ßen stabil.

Hier ein (Con­su­mer) Toshi­ba Satel­li­te L50D von innen:

 

Und hier ein älte­rer 17″ Lap­top mit ähn­li­cher Bau­wei­se: Das wei­ße Teil ist der Ober­de­ckel mit ein­ge­bau­ter Tas­ta­tur, von unten wird die Pla­ti­ne ange­schraubt. Biegt sich bei jeder Belas­tung durch. 

 

Zuge­ge­ben, vie­le Leu­te machen sich dar­über kei­ne Gedan­ken und haben auch nicht den Anspruch, ihre IT-Hard­ware so ein­satz­si­cher zu gestal­ten. Ich emp­fin­de die­se neue Bau­wei­se aber gegen­über dem alten Ske­lett, an das Bau­tei­le ange­baut wird und das dadurch mehr Sta­bi­li­tät für die Haupt­pla­ti­ne gewährt, als schlech­ter. Eben­so schlecht emp­fin­de ich den Trend bei allen neu­en Busi­ness­note­books der letz­ten bei­den Genera­tio­nen, dass auf einen Anschluss an der Unter­sei­te für eine Docking­sta­ti­on ver­zich­tet wird. Statt­des­sen erfolgt die Kop­pe­lung über ein dün­nes Kabel. Ein Kabel für alles, das dann in einen Kas­ten führt, an dem alle exter­nen Gerä­te ange­stöp­selt wer­den. Für ein moder­nes Bür­o­sze­na­rio mit frei­en Arbeits­ti­schen ist das gar nicht so ver­kehrt. Inso­fern ver­ste­he ich die­se Ände­rung schon. Aber die alt­mo­di­schen Docking­sta­tio­nen heben das Note­book auch etwas vom Tisch ab und ermög­li­chen so eine bes­se­re Luft­zir­ku­la­ti­on. Ich mag es so also lie­ber und brau­che wohl noch eini­ge Jah­re, bis ich den neu­en Trend für mich akzep­tie­ren kann. Es gibt auch schö­ne Alustän­der, auf denen die Gerä­te in Augen­hö­he mon­tiert wer­den können.

So sieht ein Dell E5450 von unten aus: Trotz des teil­wei­se ver­bau­ten Kunst­stoffs gibt es einen Rah­men, der alle Bau­tei­le an sei­nem Platz hält.

Meine Favoriten

Womit wir zu mei­nen der­zei­ti­gen Favo­ri­ten kom­men: Als Haupt­ge­rät set­ze ich seit Herbst 2015 ein Dell Lati­tu­de E5450 ein. Das ist ein 14″ Note­book mit i5 CPU der 5. Genera­ti­on, mit inte­grier­tem Akku (der nicht über­la­den wird, ganz wich­tig!), zu 95% auf einer Docking­sta­ti­on an einem 24″ IPS-Moni­tor hängt und sel­ber auch mit einem FulHD IPS-Bild­schirm aus­ge­stat­tet ist. Das Gerät ist super und läuft jetzt bald 4 Jah­re durch, bei fast täg­li­chem Ein­satz. Ein­zig den SD-Kar­ten­le­ser habe ich irgend­wann geschrot­tet und lei­der ist er auf der Haupt­pla­ti­ne fest ver­lö­tet, so dass er nicht aus­tausch­bar ist. Ansons­ten ist das Gerät genau rich­tig und sein Geld wert. Ich kauf­te es sei­ner­zeit als Über­schuss­ge­rät via eBay aus den USA (für 1/3 des deut­schen Neu­prei­ses) und bau­te eine deut­sche Tas­ta­tur ein. Ich war noch nie so glück­lich mit einem Gerät, und wie man aus dem Text erkennt, bin ich da ansons­ten sehr wäh­le­risch. Natür­lich gibt es jetzt in 2019 noch schlan­ke­re Gerä­te, die auch noch mobi­ler sind. Erset­zen wür­de ich die­ses Dell E5450 aber nur durch sei­nen direk­ten Nach­fol­ger E5470, das noch eine län­ge­re Akku­lauf­zeit bie­ten soll, ansons­ten bis auf ein paar Klei­nig­kei­ten sehr ähn­lich ist (Update: Den E5450 habe ich inzwi­schen durch einen E5470 ersetzt und natür­lich auch dar­über gebloggt). Die bei­den neue­ren Ver­sio­nen E5480 und E5490 fin­de ich auf­grund der oben beschrie­be­nen neu­en Bau­wei­se nicht so gut.

Schnapp­schuss vom Schreib­tisch: Links der 24″ IPS-Moni­tor, rechts der E5450 Lap­top. Läuft.

Und weil mir die Bau­rei­he so gut gefällt und ich mitt­ler­wei­le so ein klei­ner Dell Fan­boy gewor­den bin, habe ich mir vor eini­ger Zeit als Zweit­ge­rät für Expe­ri­men­te und den Ama­teur­funk (sehr güns­tig) ein Dell E7440 Note­book gekauft. Dell hat da bis­her in 3er, 5er und 7er Rei­he unter­schie­den, ähn­lich wie BMW. Aus mei­ner Sicht ist aber das E5450 bes­ser als sein 7er Gegen­part E7450, beim Vor­gän­ger der xx40er Rei­he war es dage­gen das 7er E7440, das wesent­lich bes­ser als das E5440 ist. Die Gerä­te haben (bis auf das E5440) kein DVD-Lauf­werk mehr. Wer das wirk­lich braucht, kauft sich das o.g. HP 8470p oder ein neue­res Gerät, oder aber ein exter­nes DVD-Lauf­werk. Ich mache das auch so und brau­che den DVD-Play­er viel­leicht 3–4x im Jahr.

Ein Kol­le­ge hat das 14″ E7440 Note­book in der nächst klei­ne­ren 12,5″ Aus­füh­rung E7240 und letz­te Woche kam es dann dazu, dass ich so ein Gerät im teil­de­fek­ten Zustand zu einem Spott­preis ange­bo­ten bekam, kauf­te und wie­der her­rich­te­te. Bild sie­he unten. Die Arbeit auf die­sen Gerä­ten ist ein­fach super. Es gibt eine per­fek­te Tas­ta­tur mit gutem Druck­punkt, das ver­bau­te Dis­play habe ich durch eine IPS-Ver­si­on aus­ge­tauscht  und die Akku­lauf­zeit reicht ca. 4–6 Stun­den. Das reicht mir und kos­tet alles nur einen Bruch­teil eines neu­en Note­books. Vor allem aber kann so ein Gerät auch mal hin­fal­len und wird dann nicht gleich kaputt sein. Falls aber doch, gibt es die Ersatz­tei­le in den Klein­an­zei­gen zu kau­fen. Dank Metall­ge­häu­se brau­chen sich die Gerä­te auch nicht vor Apple Mac­Books zu verstecken.

Mei­ne bei­den Lieb­lin­ge: E7440 und E7240. Gut und günstig!

Wieso also diese Dells?

Ich mag die Tas­ta­tur (vs Leno­vo), die Dis­plays (vs. HP), die all­ge­mei­ne Hap­tik der Gerä­te (vs. Leno­vo), den leuch­ten­den Ste­cker des Netz­teils, den sich nicht über­la­den­den Akku (so dass mei­ner nach 4 Jah­ren erst einen gerin­gen Ver­schleiss hat), ich mag den guten Docking­port an den Gerä­ten, der über 4–5 Gerä­te-Genera­tio­nen hin­weg ver­wen­det wer­den konn­te, und das Touch­pad gefällt mir auch sehr gut (ist beim HP 840 G5 aber noch bes­ser). Die bei­den E7240 und E7440 sind sta­bil und schlank, füh­len sich metal­lisch wie ein Mac­Book an, glei­ten in der Tasche auf­grund des Gehäu­ses leich­ter an ihren Platz, sind flink und lei­se, dazu ver­gleichs­wei­se gebraucht güns­tig. Dazu haben sie einen ech­ten Schie­be­schal­ter, an dem ich die Funk­ver­bin­dun­gen aus­schal­ten kann. Inter­es­san­ter­wei­se war ein her­aus­nehm­ba­rer Akku für mich mal unheim­lich rele­vant, aber mitt­ler­wei­le las­se ich den immer drin (weil er durch die Ein­stel­lung im Bios nicht mehr stän­dig gela­den wird). Sogar die Dis­play­schar­nie­re kann man sehr leicht nach­zie­hen: Man muss dafür nur deren Ver­blen­dung abschrau­ben und an den klei­nen Stell­schrau­ben dre­hen. Fer­tig. Da wackelt nix und der Bild­schirm lässt sich trotz­dem noch mit einer Hand aufklappen.

Das Ein­zi­ge, was ich wirk­lich ver­mis­se, gab es bis­her auch nur bei Apple Mac­Books: 1. den magne­ti­schen Ste­cker des Netz­teils und 2. das sehr gute Touch­pad bei den Mac­Books. Bei den MBPro gibt es sogar unter­halb des Akkus eine fla­che Stell­schrau­be, um den Hub des Touch­pads zu ver­stel­len. Das ist für mich der wah­re Luxus. Nut­zen aber in der Pra­xis ver­mut­lich nur 0,1% aller Apple-Nut­zer, weil die­se Funk­ti­on so unbe­kannt ist und sich der Mensch an vie­les gewöhnt.

refurbished / generalüberholt

Ich kau­fe jetzt schon seit eini­gen Jah­ren gebrauch­te Note­books für Freun­de und Fami­lie und habe bis­her erst 1–2 gute Händ­ler erlebt, die ihre gebrauch­ten Gerä­te eini­ger­ma­ßen auf­be­rei­ten und gut ver­pa­cken. Die meis­ten “refurbished”-Geräte erschei­nen nach dem Kauf zumin­dest so, dass sie kurz durch­ge­tes­tet, beschrif­tet und dann ver­schickt wur­den. Daher zer­le­ge ich fast immer alle gebraucht gekauf­ten Note­books, rei­ni­ge alle Ecken und die Kühl­rip­pen von innen (und den Dreck erkennt man dort auch nur, wenn man alles zer­legt) und erneue­re in den meis­ten Fäl­len auch die Wär­me­leit­pas­te zwi­schen Pro­zes­sor und Kühl­kör­per, die bei vie­len älte­ren Gerä­ten ein­fach aus­ge­trock­net ist. Durch die­se Rei­ni­gung und Erneue­rung lau­fen die Gerä­te oft ruhi­ger und lei­ser, wer­den weni­ger warm. Ansons­ten rei­ni­ge ich noch die Ober­flä­chen mit Fens­ter­rei­ni­ger, Iso­pro­pa­nol und teil­wei­se mit Kunst­stoff­rei­ni­ger. Tas­ta­tu­ren und Touch­pads rei­ni­ge ich gründ­lich. Mir macht die­se Auf­ar­bei­tung Spaß und ich emp­fin­de sie als sinn­voll. Das Wort “refur­bis­hed” oder “gene­ral­über­holt” ist aber meis­tens nur rei­nes Mar­ke­ting der Händ­ler, man darf sich nicht dar­auf ver­las­sen und bei deren Ange­bots­viel­falt wür­de die­se Auf­ar­bei­tung teil­wei­se auch den Rah­men spren­gen. Das Gerät soll­te aber so ankom­men, dass man direkt los­le­gen kann und es einen guten ers­ten Ein­druck hinterlässt.

Woher stam­men die­se Gerä­te? Der Groß­teil aus abge­lau­fe­nen Lea­sing­ver­trä­gen oder ein­fach weil “alte” Hard­ware in den Fir­men durch neue ersetzt wird. Die Händ­ler kau­fen dann einen gan­zen Schwung davon auf und bie­ten die Gerä­te ein­zeln an.

Aber wie­so sind die­se Busi­ness­note­books bes­ser? Das sind sie gar nicht immer, manch­mal ist auch ein neu­es 400 EUR Note­book von z.B. notebooksbilliger.de bes­ser aus­ge­stat­tet und für den Nut­zer pas­sen­der. Aber die Busi­ness­note­books ver­fü­gen oft über eine bes­se­re Bau­wei­se (frü­her oft Kunst­stoff- vs. Metall­ge­häu­se), zum ande­ren aber auch über bes­se­re Pro­zes­so­ren. Die tol­len Ultra­books von Medi­on bei Aldi zum Bei­spiel: Klin­gen super und wür­de ich auch sofort kau­fen. Dann aber näher hin­ge­schaut und sie­he da: Ein sehr schwa­cher Pro­zes­sor, sehr klei­ner Spei­cher­platz, der fest ver­lö­tet wur­de und ein sehr kas­trier­tes Betriebs­sys­tem. Natür­lich ver­kau­fen die sich gut, weil es die brei­te Mas­se anspricht und oft­mals auch reicht, aber mit den Busi­ness­note­books geht es oft­mals bes­ser und güns­ti­ger. Aus mei­ner Sicht ste­hen die­se low bud­get Gerä­te auch eher in Kon­kur­renz zu Tablets und viel­leicht sogar Smart­pho­nes. Ein­satz­zweck: Auf der Couch am Fei­er­abend oder den gele­gent­li­chen Brief ans Finanz­amt. Und für die Couch erscheint dann so ein fast-tablet-arti­ges Gerät­chen prak­ti­scher als ein wär­men­des full-size Note­book. Davon abge­se­hen gibt es auch vie­le Men­schen, die par­tout nur neue Gerä­te kau­fen und die man mit die­sen refur­bis­hed Deals über­haupt nicht erreicht. Muss jeder sel­ber wis­sen. Vie­le wis­sen es auch ein­fach nicht bes­ser, daher auch die­ser Blogpost.

Meine Empfehlungen

Ich kann immer nur zum Kauf gebrauch­ter Busi­ness­note­books raten und emp­feh­le eigent­lich alle 14″ Note­books der letz­ten 5 Jah­re von Dell, HP, Leno­vo und viel­leicht noch 2–3 Model­le von Acer (aus den Modell­rei­hen Tra­vel­Ma­te und Swift), die aber ver­gleichs­wei­se zu sel­ten ver­kauft wur­den und eher durch ihre fla­che Bau­wei­se punk­ten konn­ten. Idea­ler­wei­se also die­je­ni­gen von HP/Lenovo/Dell mit FullHD-IPS-Dis­plays und mit wech­sel­ba­rem Spei­cher­platz (Arbeits­spei­cher, Fest­plat­te). Ich den­ke da vor allem an die Dell Lati­tu­de E7440 / E5450 / E5550 (15,6″) / E7450 / E5470 und viel­leicht noch den E7470, sofern das Gerät ein EU-Tas­ta­tur­lay­out besitzt. Von HP die Eli­te­Books 8460p und 8470p, weni­ger dage­gen deren Nach­fol­ger, der erst in der letz­ten Ite­ra­ti­on als 840 G5 rich­tig gut gewor­den ist. Von Leno­vo wür­de ich evtl. die T450s und T460s Rei­he neh­men, wenn es unbe­dingt ein sol­ches Gerät sein muss. Für die­se Leno­vos sprä­chen die oft­mals ver­bau­ten IPS-Bild­schir­me, die man dort eher fin­det als bei HP und Dell der glei­chen Genera­ti­on. Dage­gen spricht die oben beschrie­be­ne Bau­wei­se, die ich für ein Busi­ness­note­book (mit die­sen gekleb­ten Foli­en auf der Pla­ti­ne) als falsch emp­fin­de. Auch stö­ren mich bei vie­len Leno­vo Note­books die zu gerin­gen Öff­nungs­win­kel der Bild­schir­me und die Tas­ten­be­le­gun­gen. Als Fir­men­ge­rät im Job wür­de ich es natür­lich neh­men. Lei­der scheint es mehr Think­Pad Fan­boys als Dell Fan­boys zu geben, und die Mei­nung über Mar­ken rich­tet sich oft­mals eher nach dem was viel­leicht mal frü­her galt aber schon längst über­holt ist oder was sonst aus dem Con­su­mer­be­reich bekannt ist. So gibt es so eini­ge Con­sum­er­lap­tops von HP und Dell, gera­de im unte­ren Preis­seg­ment, die so etwas von schrot­tig sind, das man rich­tig sau­er wird. Aber die tra­gen mit ihrer schlech­ten Qua­li­tät auch dazu bei, was von einer Mar­ke wahr­ge­nom­men wird. Lei­der ver­ste­hen die Her­stel­ler nicht, dass ein Kon­su­ment eher in Mar­ken und nicht in Modell­rei­hen denkt. Weni­ger ist manch­mal mehr, was beson­ders bei Leno­vo und Acer gel­ten soll­te (die eine zu gro­ße Modell­viel­falt anbie­ten und viel zu schnel­le Modell­wech­sel haben). Den Haupt­vor­teil von Apple sehe ich übri­gens auch dar­in, dass sie die eige­ne Viel­falt künst­lich beschrän­ken und es so weni­ger zu ent­schei­den gibt. Das ist auch einer der Grün­de, wie­so ich Gerä­te mit iOS nut­ze. Das Leben ist kom­plex genug, der Ein­stel­lungs­zoo ist nur etwas für Nerds.

Kosten

Ich rede hier von Prei­sen um die 200 EUR, je nach Aus­stat­tung. Es geht teil­wei­se auch güns­ti­ger, teil­wei­se zahlt man Dop­pel­te: Aber selbst dann ist man aus mei­ner Sicht bes­ser bedient als mit neu­en Note­books, die erst bei 450 EUR eini­ger­ma­ßen inter­es­sant wer­den. Das Pro­blem ist wirk­lich, dass es in den Elek­tro­märk­ten oft nur die Con­su­m­er­ge­rä­te gibt und es mit der Auf­lis­tung irgend­wel­cher Leis­tungs­merk­ma­le am Point of Sale nicht getan ist. Auch die hier ver­link­ten Test­be­rich­te zu Note­book­check sind nicht all­um­fas­send und tes­ten immer nur die jewei­li­ge Kon­fi­gu­ra­ti­on. Ein ansons­ten gutes Note­book mit schlech­tem Dis­play oder klei­nem Akku? => weni­ger Pro­zent­punk­te im Test. Ein wah­rer Ver­gleich sieht sicher­lich anders aus, aber ich bin schon sehr froh, dass es die­se unab­hän­gi­gen (deutsch­spra­chi­gen) Tests gibt, wo auch mit ähn­li­chem Blick auf die Gerä­te geschaut wird. Vie­le Tests in den US-Medi­en sind auch viel ober­fläch­li­cher, und die meis­ten You­Tube Vide­os zu einem Lap­top sind oft nur auf Mes­sen auf­ge­nom­men, in denen kurz die Gerä­te mit ihren Schnitt­stel­len vor­ge­stellt wer­den. Wirk­li­che Erfah­rungs­wer­te gibt es aus mei­ner Sicht nur in eini­gen Foren und in weni­gen Blog­posts, in denen die Vor­zü­ge der Gerä­te wirk­lich beschrie­ben werden.

Ich rech­ne übri­gens damit, dass wir im Zuge der Cir­cu­lar Eco­no­my die­se gan­zen Gerä­te nur noch lea­sen und für die Nut­zungs­dau­er zah­len wer­den. Es wer­den aber sicher­lich noch eini­ge Jah­re ver­ge­hen müs­sen, bis die­se Denk­wei­se beim Ver­brau­cher ankommt und vom Han­del ein­ge­for­dert wird. Aus­schlag­ge­bend beim Kos­ten­the­ma ist sicher­lich auch weni­ger die Höhe der Kos­ten, son­dern inwie­fern sie plan­bar sind und sich auf die Nut­zungs­dau­er ver­tei­len lassen.

Es geht noch günstiger

Emp­feh­lens­wert und vor allem güns­tig sind auch die Dell Lati­tu­des der 2. und 3. i3/i5/i7-CPU-Genera­ti­on, also die Dell Lati­tu­de E6220, E6230 (bei­de 12,5″), E6330 (13″), E6420, E6430 (bei­de 14″) sowie E6530 und E6540 (bei­de 15,6″). Das sind aber ver­gleichs­wei­se alles so dicke Din­ger wie die o.g. HP 8460/70p, und bes­se­re Dis­plays sucht man da ver­ge­bens. Mit SSD-Fest­plat­te ver­se­hen kann so ein E6430 im Kin­der­zim­mer aber auch ruhig mal hin­fal­len oder das Dis­play um 180° geöff­net wer­den. Haupt­nach­teil die­ser Bau­rei­he neben der wuls­ti­gen Grö­ße und den nicht ver­füg­ba­ren IPS-Dis­plays: Die gum­mi­er­te Hand­bal­len­auf­la­ge wird mit der Zeit kleb­rig und löst sich auf. Ich hat­te bis­her E6220, E6330 und E6430 — alles super Geräte.

Am Markt ver­füg­bar sind die gebrauch­ten Gerä­te oft nach 1 oder 3 Jah­ren. Der­zeit gibt es ver­mehrt Gerä­te der 5. CPU-Genera­ti­on gebraucht zu kau­fen. Die Prei­se ändern sich aber immer und sie wer­den nicht immer nur güns­ti­ger. Für 150–200 EUR bekommt man aber in den meis­ten Fäl­len ein idea­les Gerät, das alle Anfor­de­run­gen für den hei­mi­schen Gebrauch gerecht wird. Es muss also kein 400+ EUR Gerät vom Groß­händ­ler sein. Dass die­se Händ­ler das auch erkannt haben, zeigt deren Ange­bots­viel­falt: Mitt­ler­wei­le haben alle guten Händ­ler auch sol­che “gene­ral­über­hol­ten” Gerä­te im Ange­bot, und wer wirk­lich nicht bei eBay kau­fen möch­te, kann dann auch für wesent­lich mehr Geld die glei­che Hard­ware woan­ders kau­fen. eBay ist nicht ide­al, aber bei den Prei­sen viel rea­lis­ti­scher als irgend­wel­che Spin­ner bei ihren Klein­an­zei­gen, die über­zo­ge­ne Preis­vor­stel­lun­gen von ihrer Hard­ware haben.

Zur übli­chen Fra­ge “reicht die Leis­tung für Sur­fen, Office usw. aus?” — Ja, sie reicht dicke aus. Wer lie­ber gra­fik­in­ten­si­ve Spie­le spie­len möch­te, kauft sich sowie­so einen rich­ti­gen Spie­le-PC, eine Spie­le­kon­so­le oder gar einen der übli­chen Gamer-Laptops.

*In mei­ner Welt gibt es kei­nen Unter­schied zwi­schen Note­books und Lap­tops, zumin­dest nicht bei den heu­ti­gen Gerä­ten. Ich ver­wen­de bei­de Aus­drü­cke und schrieb hier erst Lap­top, bekam dann aber Zwei­fel und setz­te über­all Note­book ein. Der Lap­top, Das Notebook. :-)

Edit

Weil der Hin­weis via Twit­ter kam, hier noch­mal mei­ne Kri­te­ri­en für einen guten Business-Laptop:

  • 1. Dis­play­qua­li­tät: 12–15″ IPS-Dis­play (IPS für die bes­se­ren Far­ben und Blick­win­kel), das sich rich­tig auf­klap­pen lässt
  • 2. Tas­ta­tur: aus­tausch­ba­re, hin­ter­grund­be­leuch­te­te Tas­ta­tur mit guten Druck­punk­ten / guter Haptik
  • 3. Akku: eine eini­ger­ma­ßen gute Akku­lauf­zeit von min­des­tens 3h
  • Mög­lich­keit für ein ein­bau­ba­res 3G/L­TE-Modem, auch wenn der Hot­spot via Han­dy auch ein paar Vor­tei­le bie­tet (lässt sich für bes­se­ren Emp­fang woan­ders plat­zie­ren, Ener­gie­ver­brauch) und nicht jeder eine zwei­te SIM-Kar­te in sei­nem Mobil­funk­ver­trag hat
  • ein gutes Touch­pad, also nicht zu klein und mit meh­re­ren Fin­gern bedien­bar (alter­na­tiv eine gute Mouse)
  • eine gut erreich­ba­re Anzahl von sinn­vol­len Schnitt­stel­len, die bei der Bedie­nung nicht im Weg sind
  • intel i3/i5/i7-CPU ab der 3. Generation
  • aus­tausch­ba­re Fest­plat­te (SSD)
  • min. 8 GB RAM
  • nicht zu gro­ßes Netzteil
  • gute Laut­spre­cher / guter Sound
  • taug­li­ches WLAN und Blue­tooth, aber selbst das wäre nachrüstbar

Edit 2

Neben den übli­chen Pla­ti­nen­schä­den, also defek­ten Bau­tei­len auf der Haupt­pla­ti­ne, die nur durch eine “Board-Repa­ra­tur” iden­ti­fi­ziert und beho­ben wer­den kön­nen, gibt es aus mei­ner Erfah­rung min­des­tens sie­ben typi­sche Feh­ler­bil­der, die beim Kauf der Dell Lati­tu­de Rei­he öfter zu beach­ten sind und auch von Lai­en beho­ben wer­den können:

  1. Im Dell-Netz­teil befin­det sich ein Steu­er­si­gnal, das über den mitt­le­ren Pin des Ste­ckers aus­ge­ge­ben wird. Die­ses Signal teilt dem Lap­top mit, ob es sich um ein 65W, 90W oder 130W Netz­teil han­delt. Durch einen — äußer­lich nicht erkenn­ba­ren — Scha­den am Netz­teil (Sturz, Kabel­bruch, Bau­teil defekt, usw.) kommt die­ses Signal manch­mal nicht an, so dass der Lap­top (je nach Ein­stel­lung im BIOS) a) eine Feh­ler­mel­dung beim Start aus­gibt (“Alert” The AC power adap­ter wat­ta­ge and type can­not be deter­mi­ned. The bat­te­ry may not char­ge. The sys­tem will adjust the per­for­mance to match power avail­ab­le.”), b) den Akku nicht lädt und c) die all­ge­mei­ne Leis­tung her­un­ter­fährt. Vie­le Nutzer*innen glau­ben dann, dass der Akku defekt sei, dabei liegt es in den meis­ten Fäl­len nur am defek­ten Netzteil.
  2. Auf der Pla­ti­ne gibt es eine klei­ne Puf­fer­bat­te­rie (CR2032), die nicht nur das Datum spei­chert, son­dern oft­mals auch den Start ver­hin­dert — wenn ihre Span­nung unter 3V fällt. Ich wech­sel die bei mei­nen Gerä­ten immer direkt als ers­tes aus, weil die ein­fach nach ein paar Jah­ren leer sind und sie irgend­wann eh fäl­lig wer­den. Bei der 7er Lati­tu­de Rei­he kommt man gut an die­se Bat­te­rien ran, bei der 5er Rei­he muss man den Lap­top dafür kom­plett zerlegen.
  3. Bei eini­gen Model­len der Lati­tu­de-Rei­he gibt es eine gum­mi­er­te Ober­flä­che beim Rah­men, der die Tas­ta­tur umgibt (das ist das sog. “palm­rest”). Die­se Gum­mie­rung ist ähn­lich wie die bei den Think­Pads oder auch an den Grif­fen alter Nikon Kame­ras zu fin­den. Irgend­wann fängt die­se Ober­flä­che an zu kle­ben. Auch mit Kunst­stoff­rei­ni­ger, Fens­ter­rei­ni­ger, Iso­pro­pa­nol oder gar Tal­kum-Puder lässt sich die­se che­mi­sche Zer­set­zung nicht so leicht behe­ben. Die­se Palm­rests kann man aber als gebrauch­tes Ersatz­teil kau­fen und einbauen.
  4. Bei eini­gen Dell Lati­tu­des der 7x40 Rei­he hat sich im Betrieb die Gum­mi­leis­te am Dis­play­rand gelöst. Die­se Gum­mi­leis­te hat nur opti­sche Zwe­cke. Man kann sie wie­der fest­kle­ben oder auch die kom­plet­te Dis­playum­ran­dung (ein Kunst­stoff­rah­men, die sog. “dis­play bezel”) als Gebraucht­teil kau­fen und einsclipsen.
  5. Eben­so Gehäu­se­schä­den: Durch Sturz­schä­den kön­nen Ecken an den Dis­play­de­ckeln oder an den Gehäu­sen her­aus­ge­bro­chen sein. Inter­es­san­ter­wei­se häu­fen sich die­se Feh­ler­bil­der je nach Modell­rei­he. Wäh­rend die 7er Lati­tu­des eher besto­ße­ne Dis­play­rah­men haben (die an der Spit­ze auf­grund der ver­bau­ten Anten­nen oft nur aus Kunst­stoff sind), habe ich bei den 5er Lati­tutdes (also E5250, E5450, E5470 usw.) eher besto­ße­ne Unter­ge­häu­se gese­hen. Das sind alles typi­sche Sturz­schä­den, wie sie bei eBay aus dem betrieb­li­chen Umfeld als gebrauch­te und teil­de­fek­te Lea­sing­rück­läu­fer ange­bo­ten wer­den. Man kann das alles mit Ersatz­tei­len repa­rie­ren und es lohnt sich auch. Klei­ne­re Besto­ßun­gen kann man mit Sugru-Knet­mas­se ausbessern.
  6. Bei fast allen Com­pu­tern lohnt es sich aus mei­ner Sicht, die Wär­me­leit­pas­te zwi­schen CPU und Kühl­ele­ment nach eini­ger Zeit zu erneu­ern. Ich ver­wen­de dazu Q‑Tipps, die in 99%iges-Isopropanol getaucht wur­den und dann vor­sich­tig auf der CPU “die” die alte, meis­tens tro­cke­ne und brö­se­li­ge Mas­se auf­wei­chen und abwi­schen. Durch die wei­chen Wat­te­stäb­chen kann weni­ger Scha­den ent­ste­hen. Für die Gegen­sei­te — die Kühl­kör­per — ver­wen­de ich wei­che Kunst­stoff­s­pach­tel (“spud­ger”), mit denen ich den Groß­teil der Mas­se abscha­be und dann den Rest der Mas­se eben­falls mit einem Wat­te­stäb­chen rei­ni­ge. Danach kommt fri­sche Artic MX‑4 Wär­me­leit­pas­te auf die CPU, natür­lich nur in so gerin­ger Men­ge, dass die Chip­ober­flä­che aus­rei­chend bedeckt ist und ein bün­di­ger Kon­takt zum Kühl­kör­per her­ge­stellt ist. Die­se Maß­nah­me lohnt sich immer und ich kann sie nur jedem Com­pu­ter­nut­zer ans Herz legen. Das betrifft selbst­ver­ständ­lich auch Mac­Books und ande­re — ver­meint­lich war­tungs­freie — Com­pu­ter. Die Aus­nah­me bil­den hier viel­leicht die Lap­tops, die ohne Lüf­ter aus­kom­men (sol­len), weil ihre Abwär­me durch die gerin­ge Pro­zes­sor­leis­tung gering gehal­ten wird. Bei man­chen Gerä­ten ist auch nur ein Wär­me­leit­pad ver­baut, das man oft­mals rei­ni­gen und wie­der­ver­wer­ten kann.
  7. Der Lüf­ter: Natür­lich muss jeder Lüf­ter irgend­wann gerei­nigt wer­den. Die War­tungs­klap­pe abschrau­ben (oder wie bei den HP Eli­te­book 8460p/8470p, wo man sie ein­fach abzie­hen kann) ist da schon enorm viel wert. Auch gera­de die­se HP 8460/8470p sind da geni­al, weil man da ohne viel Tra­la­la drei Schrau­ben lösen und den kom­plet­ten Lüf­ter zur Rei­ni­gung ent­fer­nen kann! Dadurch kommt man dann näm­lich an das Lüf­tungs­git­ter — von innen! — her­an und kann den Staub dort ent­fer­nen. Die­sen sieht man sonst näm­lich nur, wenn man die Kühl­rip­pen “der Heap­t­pipe” (das ist die­ser Kup­fer­küh­ler) gegen das Licht hält. Der Staub sam­melt sich oft an den Ecken. Gera­de auch bei Mac­Books ist das so, obwohl ich auch schon meh­re­re Jah­re alte Gerä­te geöff­net habe, die innen rela­tiv sau­ber waren. Es kommt also immer auf den Ein­satz­ort und das jewei­li­ge Strö­mungs­ver­hal­ten im Lüf­ter an. Man­che sind da gut, man­che sind auch gut zu rei­ni­gen, bei ande­ren muss man alles zer­le­gen und mit einem Bla­se­balg und einer Pin­zet­te alles rei­ni­gen. Es lohnt sich übri­gens auch schon, einen Farb­pin­sel (Lack­pin­sel) zur Rei­ni­gung zu ver­wen­den und damit mal öfter im Gerät zu rei­ni­gen. Ein Staub­sauger allei­ne wird da idR nicht hel­fen, der Staub/Dreck muss erst ange­lo­ckert werden.

Bonus: Ein Pass­wort-geschütz­tes BIOS kann man oft auch über eine Web­site frei­schal­ten, auf der man die ange­zeig­te Seri­en­num­mer ein­gibt und dann einen Code ein­tippt, dabei auf die Groß- und Klein­schrei­bung ach­tet und danach die Strg (Crtrl) + Enter-Tas­te drückt. Das hat bei mir erstaun­li­cher­wei­se immer funk­tio­niert. Also nix mit Bat­te­rie abklem­men und war­ten, bis ein flüch­ti­ger Spei­cher gelöscht wur­de, wie das viel­leicht frü­her mal bei Desk­top-PC der Fall war, son­dern über eine errech­ne­te Quer­sum­me freischalten.

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