Es gibt Reis, baby!

…und was für welchen.

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Jee­ra Rice, von pri­ya. Schmeckt genau­so fad und ölig wie es auf dem Tel­ler aus­s­schaut. Ich bevor­zu­ge ja kleb­ri­gen Reis dem locker luf­ti­gem, aber die­ses öli­ge Geman­sche war dann doch zu viel Papp­kram. Außer­dem: mit den 30 Kreuz­küm­mel­sa­men, 2 Blät­tern und so bekomm ich das auch noch sel­ber (bes­ser) hin.
So etwas weiß man jedoch nicht, wenn man im Asia Shop vorm Regal steht und es einen für 1,39 EUR anlä­chelt und zuflüs­tert: “try me, jke”.

Kam, sah und probierte.

Der Milch­reis vom Pen­ny schmeckt auch zu sehr nach Was­ser und Milch­pul­ver. Und über­haupt, die­se pas­teu­ri­sier­te Milch. Ein Verbrechen…

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Pala­da Paya­sam, noch so ne Rea­dy-To-Eat Pam­pe, die sich eben­falls hübsch auf dem V&B Geschirr mei­ner Ver­mie­ter aus­brei­tet. Eine Art Milch­reis mit Zimt, Safran und weich­ge­koch­ten Cas­hew­nuts. Auch hier gilt: gut zu wis­sen, aber nächs­tes Mal mache ich es lie­ber sel­ber. Schmeckt dann wenigstens.

Das Schö­ne am indi­schen Essen ist, dass es oft leicht zu kochen­de Gerich­te sind. Das Schlech­te (und irgend­wie typi­sche) dar­an ist, dass die Zuta­ten oft inter­es­san­ter als das eigent­li­che End­ergeb­nis sind.

Und außer­dem: ich ken­ne mehr Asia­ten, die auf Fer­tig­es­sen oder zumin­dest Natri­um­glut­amat­durch­tränk­te Spei­sen ste­hen, als sel­ber am Herd die Kel­le zu schwin­gen. Find ich irgend­wie biß­chen enttäuschend.

[UPDATE] : Die Sarah schreibt mir grad:

»Ich weiß nicht, ob Du Dir des­sen nicht bewusst bist oder warst, aber das Wort [End­ergeb­nis] wird eher nega­tiv belas­tet, in unse­ren Brei­ten. Denn das wur­de, genau­so wie “End­ziel” bei der Juden­ver­fol­gung sehr oft ver­wandt, genau­so wie die Paro­le: “Jetzt geh­t’s los…”.«

Inter­es­sant! In der Tat hat­te ich beim Tex­ten einen kur­zen Moment gezö­gert, da es mir selt­sam vor­kam. In Erman­ge­lung eines brauch­ba­ren Syn­onyms habe ich es dann trotz­dem aus­ge­wählt. Weni­ger weil es mich an irgend­wel­che NS-Ver­bre­chen oder Spra­che erin­ner­te (in der Schu­le hat man uns damals ver­bo­ten, BRD zu sagen, weil das zu sehr nach DDR klin­gen wür­de), son­dern weil es für mich so ein Pleo­nas­mus ist: End­ergeb­nis. Ist am Ende nicht immer ein Ergeb­nis zu erwarten?
Als ich die e‑mail zu dem The­ma sah, dach­te ich erst ich hät­te Kri­tik an mei­ner Ver­all­ge­mei­ne­rung zum Essen zu erwar­ten (“das Schö­ne, das Schlech­te, das Typi­sche” — schreibt man das eigent­lich groß?).

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