En attendant Android

I’ve been meaning to post this on my blog, even prepared a post in German, but then realized that 50% of the post is a rant on Nokia and decided to rewrite/repost it in English.

So, the following is a list of iPhone Apps which are running on my iPhone 2G (reassembled from scrap), and which should also be available on Android 2.x (and which may already be available). Thought about documenting this private list offline, but then: why shouldn’t I share it with you?

  • Twitter (ex Tweetie, very nice Twitter client)
  • Read It Later
  • ShopShop (shopping list)
  • Alarm :-)
  • AroundMe (shops within the area, location based)
  • Barcooo (Barcodereader)
  • DB Navigator (Deutsche Bahn timetable)
  • DHL (calculator for postal charges & parcel tracking via DHL)
  • Dropbox (sync files between devices)
  • eBay (follow auctions from the phone)
  • Evernote (sync notes between devices)
  • HootSuite (another Twitter client)
  • Instapaper (similar to ReadItLater)
  • iPostbank (online banking, search for nearest atm)
  • Last.FM (streaming music client)
  • MeinProspekt / KaufDA (advertising brochures as PDF, really cool)
  • VNC (virtual network computing)
  • Morse-it (awesome morse code trainer and my initial reason why I switched to the iPhone in the first place)
  • OpenMaps (OpenStreetMap client)
  • OperaMini (alternative browser)
  • Payback (…)
  • PlugPlayer (or any other NAS player)
  • Qype Radar
  • Sipgate (Sipgate (VoIP) client)
  • Skype
  • SPB TV (live TV streams)
  • Stanza (eBook Reader)
  • TeamViewer (remote login tool)

There are about 140 apps currently installed on my iPhone 2G – some really good ones, other just very average – but the ones from the list above are the ones I use on a regular basis.

IMG 0328
JKE’s home screen on the iPhone in May 2010

I also don’t do games (except for Labyrinth2, BiA or NSFU) because most of the time when I am bored and pull out the phone, I rather use Twitter, Facebook or ReadItLater to check out news.

So why Android?

I think my next phone will be an HTC device, running an instance of the Android OS. I also like the iPhone and will keep it for the moment until the functionality of all apps mentioned above is also available on Android. I’ve even accepted iTunes running on my Windows machine, which used to be a no-go for a very long time.

I am thinking about an HTC device because I miss the good camera from my Nokia N95 (& E72) on the iPhone. A flash would also be nice – and since Apple obviously won’t deliver, it’ll be an HTC device next up.

Nokia? Maybe when they’ve returned from the current chaos.

Being a hardware guy, I think it’s interesting to see how I’ve switched my preferences to some extent from good hardware (Nokia) to the availability of various software products (Apple).

This (software > hardware) is so eminent in 2010, isn’t it?

Dear diary…

As someone who works from his home office, I depend on a working IT infrastructure. Being a freelancer also means there’s no IT department you can call in case there’s something wrong. And boy, something IS wrong.

I recently “upgraded” to Windows 7 on my main machine, because my new computer came shipped with a Win7 Pro DVD, and because I like the look and feel of Windows (2K, actually). More than any other current Linux distribution and/or OSX. I am also the kind of guy who switches off Aero and Compiz and has a plain wallpaper on the desktop. Old school.

What I don’t like is when a computer tries to be smart and take control away from me.

With this attitude, I am actually predestined for a GNU/Linux-based operationg system, because it is said to give a lot of control back to the user.

The problems I have with Linux are not only the cryptic driver installation processes (even though things got a bit better) or its lousy power management on mobile devices, but also that I, as a user, actually don’t know what’s REALLY going on in the background, and also how to find out how to get a better overview on it.

“Sure”, you may reply, “go and RTFM. Go and study an operating system and its possibilities before you rant”. Yeah, well…

And Windows7? It equally sucks. WinXP used to be a bit more stable (no Bluescreen of Death like in Win7), some things are a bit smarter with Win7, others just very irritating. I currently do not have the feeling I am in control of my computer, I don’t feel the operating system is using the full potential of the installed hardware, something just seems to be very wrong.

I hate that. I want to be in control, or else just use it without having to worry that anything bad may happen in the background.

I will need to trust my computer. When will this be possible?

I’d be willing to invest 100 € on a DVD with a free & “secure” operating system that’s fully adjusted to my HP EliteBook 6930p laptop (plain desktop, superb power management with optimal battery runtime, full support for all components, idiot-proof driver installation, full list of active processes accessible from the taskbar (“top”) and so on).

Dein Tag für Afrika

Heute mittag trudelte der IKEA Newsletter ein, bei dem ich auf folgende Aktion stoß:

ikeaaktion

Aktion Tagwerk. Nette Website, interessanter Wikipediaartikel dazu.

Für Bildungsprojekte bin ich immer zu haben, auf meinem Webspace läuft auch das The Nest Home Blog, ein Kinderheim außerhalb Nairobis, das sich (vor allem) um die Kinder inhaftierter Mütter kümmert.

Insofern dürfte ich mich eigentlich nur freuen, denn (christliche) Nächstenliebe ist immer gut & ganz weit oben auf meiner Werteskala.

Dennoch – und das schreibe ich jetzt nicht, weil ich in typisch deutscher Art erstmal alles schlecht machen möchte: wieso ausgerechnet Afrika?

Wieso wird immer nur Afrika als Synonym für Armut und Elend verwendet? Was ist mit Kindern deutscher HartzIV Empfänger? Geht es denen nicht auch schlecht? Wer kümmert sich um deren Bildung?

Klar, weil es in “Afrika” oft keine richtige Berufsausbildung gibt, Universitätsausbildungen teuer sind und/oder nur den gleichen, praxisfernen Frontalunterricht bieten, wie wir ihn schon von den oft schlechten Schulen kennen. Ist ja auch ein kulturelles Problem in einer Gesellschaft, in der es wenige Widerworte gegenüber den Älteren gibt.

Hilfe zur Selbsthilfe, Hilfe zu einer besseren Bildung – sofern überhaupt erwünscht – finde ich gut und beachtenswert.

Hilfe ja, Generalisierung nein.

Was mich stört: dass dort Afrika steht. Wieso diese Verallgemeinerung?

1. Der afrikanische Kontinent ist bisweilen vielseitiger als Europa. Wer das nicht glaubt und nur nach dem Armutsgefälle urteilt, hat “Afrika” noch nicht richtig erlebt.

2. Welchen Einfluss auf das öffentliche Bild “Afrikas” hat so eine Aktion?

3. Es ist ja nicht das erste Mal, dass “Afrika” als Synonym bzw. Platzhalter für Spendenaktionen verwendet wird. Ein Beispiel wären Wasserprojekte, wie ich sie in der Vergangenheit schon kritisiert habe und die meiner Meinung nach falsch sind. Es ist eigentlich eine ganze Industrie, die dahinter steckt. Menschen, die viel ehrenamtlich helfen, und andere, die damit ihr Einkommen haben.

Ein ganz krasses und aktuelles Beispiel ist das von TMS Ruge auf projectdiaspora.org dokumentierte #1millionshirts Dilemma, wo ein unwissender T-Shirt Vermarkter aus den USA über Videos dazu auffordern wollte, dass man seine alten T-Shirts zusammensucht und mit nem Dollar als Transportgebührenspende zu ihm schickt. Wollte er dann als Container nach Afrika schicken. Zeitlich passt das gerade gut, denn gegen Ende April werden die Steuererklärungen eingereicht, und so eine nette Spende läßt sich immer gut mit der Steuer verrechnen. Leider hatte der gute Mann nicht bedacht, dass es in vielen afrikanischen Ländern eine Textilindustrie gibt, die eh schon stark mit importierten Kleiderspenden konkurriert (welche übrigens fast immer verkauft werden – nix kostenlos wie bei uns in der Kleiderkammer..).

4. Aus unserer, europäischen Sicht mag an der Begrifflichkeit “Afrika” kein richtiges Problem aufkommen, aber bei so einer Verallgemeinerung müssen wir uns dann auch nicht wundern, wenn wir vor den Toren Europas afrikanische Wirtschaftsflüchtlinge haben, die dann in der Hoffnung auf ein besseres Leben im Niedriglohnsektor anschaffen und “Europa” als Land der Möglichkeiten wahrnehmen.

Kurz: ich habe ein richtiges Problem damit, wenn bei so einer Aktion von “Afrika” gesprochen wird. Und dabei betreibe ich selber ein Twitterkonto mit dem Namen @afritwit und blogge bei AfriGadget.com, wo wir auch von “Afrika” sprechen (wohlweislich, dass man mit English als Blogsprache nicht mal die Hälfte erreicht und überhaupt…). Die Toastscheibe mit den Formen Afrikas ist natürlich schon ein guter Teaser, auch wenn thematisch falsch (es geht ja um Bildung, nicht um Ernährung).

Gibt es da keine bessere – all inclusive – Vermarktungsstrategie als das Wort “Afrika”? Bei AfriGadget ist das Wort zumindest positiv besetzt (“Solving everyday problems with African ingenuity”). So etwas – eine positive Botschaft – würde ich mir auch für solche Spendenaktionen wünschen. Damit “Afrika” nicht nur als bemitleidenswertes Hilfsprojekt wahrgenommen wird.

Heute mal auf Deutsch: Twitter

Vor ein paar Tagen habe ich mein 3jähriges Jubiläum auf Twitter gefeiert. Auf den Tag genau mit @handelsblatt und @pottblog.

3 Jahre auf Twitter – mit nicht nur einem Konto – auf Twitter aktiv sein bedeutet vor allem eines: weg von der typisch deutschen Sichtweise, hin zu viel mehr Toleranz. Oder anders gesagt: wenn ich bei Twitter nur denjenigen folgen würde, die sinnvolle Tweets (so heißen die einzelnen Twitternachrichten für mich) absetzen, wäre ich wohl nicht so lange dabei – und vielleicht auch nicht so begeistert davon.

In diesen drei Jahren, in denen sich Twitter von der Nische hin zu einem halbwegs etablierten Tool gemausert hat, ist wirklich viel passiert. Meinen Umgang mit Twitter und was es für mich bedeutet habe ich hier in diesem Blog in der Vergangenheit schon öfter erwähnt, allerdings auf Englisch, und es ist eigentlich nur meiner Faulheit zu verschulden, dass einzelne Tweets bzw. Rückmeldungen via Twitter noch nicht in diesem Blog aufgelistet werden und gleichwertig zählen. Die Layoutvorlage meines Blogs stammt aus 2006, aber irgendwann demnächst werde ich dem allen mal Rechnung tragen und dieses private Blog so aufziehen wie ich es auch bei Kundenblogs mache.

Ebenso muss ich eingestehen, dass ich noch keine offizielle “Twitterpolicy”, also Vorgehensweise zum Umgang mit Twitter, verfasst habe. Bis aufs Meckern würde ich aber wohl dieser Bedienungsanleitung zustimmen und für mich übernehmen.

Beim Thema Twitter gibt es eigentlich so viel zu erwähnen, dass ich gar nicht wüsste, wo ich anfangen soll. Mittlerweile gibt es auch die verrücktesten Spinner auf Twitter – ganz schlimm finde ich die Marketingfuzzis und Twittercoaches, die mir automatisch folgen, weil sie irgendwo ein dämliches Tool dafür beauftragt haben. Ich sehe es da ähnlich wie dieser Nutzer in seinem Tweet:

FireShot capture #002 - 'Twitter Matthias Strack ein @twittcoach will mir f ' - twitter com bobbes status 13013270613

Zwei Dinge aber möchte ich gerne festhalten, und diese sind auch der Grund für den Blogeintrag:

1. Ich habe oft den Eindruck, dass viele interessierte Internetbenutzer in Deutschland in Twitter nur eine reine Zeitverschwendung sehen, die ohne sinnvollen Output daherkommt und bestenfalls der leichten Unterhaltung dient.

Für diese Annahme muss ich nicht auf das aktuelle Beispiel von Herrn Grupp zurückgreifen, der als CEO von Trigema dieser Tage ein paar unglücklich gewählte Worte zum Thema Twitter gefunden hatte – und damit fast die gesamte deutschsprachige Twitterspähre gegen sich aufgebracht hatte.

Da ich Herrn Grupp bei der Nutec als sehr zuvorkommend erlebt hatte, der sich als Offliner seine E-Mails offenbar auch von seiner Sekretärin vorlegen lässt, stört mich so ein Kommentar eher weniger. Jedem seine Kernkompetenz.

Nein, vielmehr sind es die vielen anderen Twitter Benutzer, die dort angemeldet aber wenig aktiv sind. Die Teilnehmer der modernen Wissensgesellschaft, die über eine eigene E-Mail Adresse verfügen und es eigentlich besser wissen müssten. Gerade bei diesen Menschen bemerke ich oft eine gewisse Erwartungshaltung, ein Hoffen auf sinnvolle Beiträge.

Für diese Annahme muss man gar nicht zwischen den Zeilen lesen – der Unmut über die Fehlleistung von Twitter wird an verschiedenen Orten kund getan. Für mein Verständnis ist das eine typisch deutsche Eigenart – erstmal alles schlecht machen was man nicht gut findet. Dass man sich dadurch auch Chancen auf ein Weiterkommen verbaut, wird dabei scheinbar nicht bedacht.

Beim Bloggen auf AfriGadget.com habe ich gelernt, dass die amerikanische Sichtweise – erstmal alles toll finden – gar nicht so verkehrt ist. Dinge müssen nicht perfekt sein, müssen nicht 1A abgesichert sein damit sie funktionieren.

Genau aber dieses “perfekte” merke ich oft bei meinen Mitmenschen hier in Deutschland. Ich nehme mich da auch nicht aus und habe auch einen gewissen Perfektionismus in manchen (vor allem technischen) Dingen. Mit diesem Perfektionismus kommt man aber oft nicht weiter, oder ärgert sich gar.

Zurück zur Glaubensfrage und der Nutzung moderner Medien: Professor Peter Kruse hatte es ja letztens auf der re:publica 2010 so trefflich beschrieben: “Die Social Software des Web 2.0 ist ein Angriff auf die etablierten Regeln der Macht und erzwingt ein grundlegendes Umdenken.”

Eine Erkenntnis, die wir schon im März 2000 in der BrandEins zum Thema Cluetrain gelesen haben. Auch wenn es das Thema Web 2.0 damals in dieser Form noch nicht so gab.

Etabliert ist nämlich auch der – herkömmliche – Ansatz zu Wissen, das in der Vergangenheit in Büchern und anderen schlauen Medien zu finden war. Heutzutage aber, so empfinde ich es zumindest, lassen sich für mich brauchbare Infos auch über Twitter finden.

Oder anders gesagt: bei all dem digitalen Rauschen, das es in Twitter mitunter gibt, finde ich doch öfter die gewünschten Infos über social tools wie Twitter oder Delicious. Für mich ein nicht zu unterschätzender Nutzen und einer der Gründe, wieso ich selbst solches Wissen bei Twitter verbreite (hier: Erfahrungen mit Produkt A).

2. Das Cluetrain Manifest aus 1999 lehrt uns in seiner ersten These:

“Markets are conversations”.

Genau SO nehme ich Twitter wahr. Als öffentlicher Marktplatz, auf dem eben nicht nur (Wissen) gehandelt wird, sondern auch Neuigkeiten ausgetauscht werden.

Eigentlich sind das total banale Aussagen, aber man muss sie manchmal wiederholen, weil viele Menschen die Brücke zwischen der analogen und digitalen Welt nicht so wahrnehmen.

Ein gutes Beispiel hierfür sind die Nichtregierungsorganisationen, deren Antwortverhalten/Konversationsverhalten mein Kollege Christian Kreutz letztens in einem kleinen Praxistest untersucht hat.

Es stellte sich heraus, das die meisten großen Organisationen das Thema Twitter (oder auch Facebook/YouTube/etc., siehe hierzu auch die Studie von Katrin Kiefer) zwar irgendwie betreiben, es aber nur als weiteren Kanal verstehen, um einseitige Pressemitteilungen herauszuschicken. Dies mag sicherlich politische, personalpolitische, organisatorische oder finanzielle Gründe haben, aber es zeigt doch ganz eindeutig, dass das Thema Twitter & Co noch nicht überall angekommen ist.

Meine ehemaligen Kollegen bei der GTZ im Bereich der nachhaltigen Sanitärsysteme haben Twitter mittlerweile auch für sich entdeckt und auch recht schnell die Vor- und Nachteile von Twitter erkannt. Twitter ist zeitintensiv und bedarf einer gewissen Nachhaltigkeit, fördert auf der anderen Seiten aber auch Konversationen, die sonst vielleicht nicht möglich wären. Das ist ein Mehrwert, der von meinen Kollegen erkannt und nicht ausgeschlossen wird. Und das alles bei einem Thema, wo offen über Dinge wie Fäkalien und Urin diskutiert wird. Dinge, die bei vielen eher Unbehagen auslösen oder aus Desinteresse ignoriert werden. Müsste man man nicht gerade bei solch schwierigen Themen die Diskussion(en) via Twitter & Co herbeiführen?

Auf beiden Seiten des Rechners sitzen Menschen. Hört sich ziemlich banal an, ist aber entscheidend für Onlinekommunikation. Menschen, die man erreichen will. Oder vielleicht auch nicht.

FireShot capture #003 - 'Twitter mareike dauert manchmal ganz schön ' - twitter com i need coffee status 13480118803

Sprache ist nämlich auch so ein Thema. Ein gutes Beispiel sind für mich die Twitterlesungen, wo Tweets oft im gleichen Stil geschrieben worden sind. Müsst Ihr mal drauf achten. Ich nenne das die Berliner Coolness. Tweets, die für sich oder aufgezählt witzig und cool (“avantgardistisch”) klingen, im Gesamtbild aber – zumindest für mich – vor allem auch verdeutlichen, dass Twitter in diesen Tweets nur die “Twitter ist ein PA-System”-These darstellt.

Derek Sivers, von dem dieses “Twitter ist ein PA-System” kommt, schreibt auf seinem Blog allerdings auch:

“Deshalb habe ich zwei Profile auf Twitter und Facebook. Eines ist öffentlich, für jeden. Eines ist privat, nur für 20 enge Freunde. Ich empfehle das sehr.”

Wäre ich so berühmt wie er, würde ich es sicherlich ähnlich machen. In seinem Kontext ist Twitter also ein PA-System. Und weil ich seine Blogartikel oft interessant finde, klicke ich dann auch auf die Links in seinen Tweets. Was für ihn funktioniert, muss für andere aber noch lange nicht funktionieren. Wenn ich Derek erreichen will, schreibe ich ihm eine E-Mail.

Die Mareike (?) oben aus dem Screenshot, Psychologiestudentin hier in FFM, kenne ich nicht persönlich, finde ihre Tweets aber interessant & folge ihr bei Twitter. Gesprochen haben wir noch nie miteinander, was ich irgendwie etwas schade finde. Immerhin wohnen wir ja in der gleichen Stadt. Es ist eine einseitige Kommunikation. Aber dennoch: Kommunikation.

Auch so funktioniert also Twitter. Für viele mag das die Regel darstellen – dieses einseitige Absetzen von Meldungen ins Datennirwana. Für mich selber ist es eher die Ausnahme bei privaten Konten.

FireShot capture #004 - 'afritwit (afritwit) on Twitter' - twitter com afritwit

Um Kommunikation geht es mir auch beim Twitterkonto @afritwit (“pooling all African Twitter users”), bei dem ich vor allem Afrikabezogene Inhalte von anderen Twitterbenutzern aufgreife, wiedergebe und somit hoffentlich für ein besseres Verständnis des komplexen Kontinents Afrika beitrage – dem man mit so einem Twitterkonto natürlich niemals richtig gerecht werden kann. Aber dennoch, ein Ansatz, der auf eine ganz andere Zielgruppe abzielt und sich nicht nur aufs Wiedergeben von interessanten Tweets versteht (wohl aber, im Gegensatz zum privaten Konto, für diesen Zweck hauptsächlich benutzt wird). Ich erwähne dies hier nur als Beispiel, denn es ist in der Praxis ein riesiger Unterschied, ob man ein Twitterkonto, eine Facebookseite oder Youtubekanal privat oder für eine Mission betreibt.

Mission. Ich glaube mein persönlicher Grund, wieso ich Twitter seit diesen drei Jahren auf privater wie auch geschäftlicher Seite nutze, ist der, dass ich aus diesem ganzen digitalen Rauschen und den vielen, kleinen, oft zu kurzen Meldungen einen unheimlichen Mehrwert ziehe, den ich sonst nicht, oder nur eher umständlich bekommen würde. Dafür aber investiere ich auch ganz bewusst Zeit und Energie.

Ebenso “entfollowe” nicht gleich jedem Nutzer, der seinen Frust auf Twitter auslässt, weil mich seine Rechtschreibfehler nerven oder “ich diesen ganzen Müll lesen” muss. Insofern halte ich auch Dinge wie das Verhältnis “Following” zu “Followers” für nicht so wichtig. Mittlerweile gibt es ja eine ganze Industrie, die sich mit diesem Thema beschäftigt, rankings herausgibt und Twitter-Persönlichkeiten präsentiert. Für die Breitenwirkung mag das vielleicht relevant sein. Für mich nicht.

Daher meine Frage: nutzt Ihr Twitter, und wenn ja, wie? Comments, pls!